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Traumatisierung: Dem Schrecken ein Ende setzen

Ob Unfall, Gewaltverbrechen oder Naturkata­strophe: Wer lebensbedrohliche Situationen erlebt, leidet oft noch lange danach an den Erinnerungen. Abhilfe ver­sprechen Medikamente und Psycho­therapie – doch sie haben bislang oft nur mäßig Erfolg. Forscher erproben daher neue, wirksamere Verfahren.
Der lange Schatten
Auch wenn wir es im Alltag meistens erfolgreich verdrängen: Das Leben steckt voller Risiken – immer und überall kann etwas Unvorhergesehenes passieren. Nach Schätzung des Psychiaters Ronald Kessler von der Harvard Medical School ereignet sich im Leben jedes zweiten Menschen ein schweres traumatisches Ereignis, sei es der unerwartete Tod eines Angehörigen, ein Gewaltverbrechen oder eine Umweltkatastrophe.
Wer eine Gefahr für Leib und Leben unmittelbar miterleben musste, entwickelt häufig eine "Posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS). Das Geschehene wirkt dann oft noch Jahre später nach und überschattet den Alltag der Betroffenen ...

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  • Quellen
Quellen

Bisson, J. I. et al.:Psychological Treatments for Chronic Post-traumatic Stress Disorder: Systematic Review and Meta-analysis. In: The British Journal of Psychiatry 190(2), S. 97-104, 2007.

Bisson, J. I. et al.:Early Psychosocial Intervention Following Traumatic Events. In: American Journal of Psychiatry 164(7), S. 1016-1019, 2007.

Bisson, J. I., Andrew, M.:Psychological Treatment of Post-traumatic Stress Disorder (PTSD). In: Cochrane Database of Systematic Reviews 3, CD003388, 2007.

Frommberger, U. et al.:Comparison Between Paroxetine and Behaviour Therapy in Patients with Posttraumatic Stress Disorder (PTSD): A Pilot Study. In: International Journal of Psychiatry in Clinical Practice 8(1), S. 19-23, 2004.

Frommberger, U., Kellerl, R. (Hg.): Empfehlungen von Qua­litätsstandards für stationäre Traumatherapie. Dustri, München 2007.

Gelpin, E. et al.: Treatment of Recent Trauma Survivors with Benzodiazepines: A Prospective Study. In: Journal of Clinical Psychiatry 57, S. 390-394, 1996.

Kindt, M. et al.:Beyond Extinction: Erasing Human Fear Responses and Preventing the Return of Fear. In: Nature Neuroscience 12, S. 256-258, 2009.

Pitman, R. K. et al.:Pilot Study of Secondary Prevention of Posttraumatic Stress Disorder with Propranolol. In: Biological Psychiatry 51(2), S. 189-192, 2002.

Vermetten, E. et al.:Long-Term Treatment with Paroxetine Increases Verbal Declarative Memory and Hippocampal Volume in Posttraumatic Stress Disorder. In: Biological Psychiatry 54(7), S. 693-702, 2003.

Yehuda, R. et al.:Low Cortisol and Risk for PTSD in Adult Offspring of Holocaust Survivors. In: American Journal of Psychiatry 157(8), S. 1252-1259, 2000.


Literaturtipps

Huber, M.: Trauma und Traumabehandlung, Teil 2: Wege der Traumabehandlung. Junfermann, Paderborn 2006.
Die Autorin ist Traumaexpertin und beschreibt laiengerecht die verschiedenen Aspekte der Traumatherapie.

Englbrecht, A., Storath, R.: In Krisen helfen. Cornelsen, Berlin 2005.

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