Visualisierung
Das Ausgedachte in Sichtbares umgerechnet
Imaginäres in Reales umgewandelt: Die Ausstellung "Imaginary 2008" versammelt Mathematik-Visualisierungen aus aller Welt.
Die entsprechende Formel für den Grad 3 ist schon sehr umfangreich, für den Grad 4 ist sie geradezu monströs, und für Gleichungen fünften und höheren Grades gibt es gar keine geschlossene Formel mehr. Da hilft nichts als schnöde Numerik: Ist es erst einmal gelungen, die Nullstelle des Polynoms von beiden Seiten in die Zange zu nehmen, dann ist es nicht mehr schwer, sie auf so viele Dezimalstellen zu bestimmen, wie man braucht.
Für Polynome in drei Variablen x, y und z ist die Situation nicht grundsätzlich besser. Im Allgemeinen gibt es nicht nur wenige isolierte Lösungen


Christoph Pöppe ist Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft.
abrufen





Landschaft & Oekologie |
Graue Substanz |
Natur des Glaubens |
Con Text |
MENSCHEN-BILDER |
Mente et Malleo |
Polarstern unterwegs |
WIRKLICHKEIT |
Robotergesetze |
NeuroKognition |
bildungslücke |
braincast | 






1. So schwer ist die Gleichung gar nicht
04.04.2008, Prof. Manfred Trümper, F-30700 Uzèsdie Punkte dieser Fläche zu finden. Um sie darzustellen, muss der Computer ziemlich viele Punkte durchprobieren".
Mit dem zweiten Teil dieser Aussage kann ich mich nicht einverstanden erklären. Auflösung der Gleichung nach y ergibt nämlich
y = ± z √ (z2 – z + x2),
und nun muss man nur noch sehen, für welche Punkte der xz-Ebene die Wurzel reell, d.h. z2 – z + x2 > 0 ist.
Das alles lässt sich mit Kenntnissen der Schul-Mathematik machen.
Danach muss der Computer überhaupt nichts mehr "durchprobieren", sondern kann die Flächenpunkte direkt berechnen und darstellen.
Für viele andere Gleichungen höherer Ordnung trifft Ihre Aussage wohl zu, aber dann ist das gewählte Beispiel vielleicht einfach zu simpel.
2. Hyperbolische Ornamente können wir schon lange
08.04.2008, Dr. Peter Herfort, RomOffenbar ist dem Autor entgangen, dass es seit langem ein derartiges Programm gibt. Arnd Klotz und ich haben im Jahr 1997 beim Vieweg-Verlag das Buch „Ornamente und Fraktale, Visualisierung von Symmetrie und Selbstähnlichkeit“ veröffentlicht. Auf der begleitenden Diskette befindet sich ein Programm, das die Erzeugung beliebiger euklidischer oder hyperbolischer Ornamente erlaubt. Als „Urmuster“ dient dabei der Attraktor eines IFS (Iterated Function System). Michael Barnsley hat mit seinem Collage-Theorem gezeigt, dass jede beliebige Figur, die als Urmuster verwendbar ist, näherungsweise als Attraktor eines IFS gewonnen werden kann. Unser Programm enthält eine grafische Eingabe-Routine, mit der man zu gegebenem Urmuster ein geeignetes derartiges IFS konstruieren kann. Das Ornament entsteht dann durch eine Hierarchisierung dieses IFS mit Hilfe eines Erzeugendensystems der gewünschten Ornamentgruppe. Jede Art von Symmetrie lässt sich hiermit erzeugen, insbesondere euklidische und hyperbolische Ornamente. Darüber hinaus bietet das Programm interessante Manipulationsmöglichkeiten. Einen Hinweis auf unser Buch findet man im Internet unter
http://www.dr-carl.com/adodb330/ifscox/ifscox00.htm Dort kann auch das Programm IFSCOX heruntergeladen werden.
3. Hyperbolische Ornamente in Echtzeit – das ist neu
12.04.2008, Martin von Gagern, NeustrelitzDennoch gibt es Unterschiede in der Zielsetzung wie in den Ansätzen. So geht es bei meinem Programm tatsächlich um das Zeichnen eines hyperbolischen Ornamentes mit der Maus in Echtzeit, was einen wesentlich intuitiveren Zugang zu hyperbolischen Ornamenten bietet als die Konstruktion und anschließende Berechnung eines IFS. Gerade die hochqualitative Echtzeiterstellung hyperbolischer Ornamente ist eine sehr speicherplatzintensive Aufgabe und hätte 1997 mangels Arbeitsspeicher keine große Chance gehabt.