Islands Vulkanologen warten seit einigen Jahren auf diesen Moment. Um 17.30 Uhr Ortszeit zeichnen Geofone und seismische Messstationen am vergangenen Samstag ein Grollen auf. Die Ursache lokalisiert das automatische Messnetz des meteorologischen Dienstes des Landes sofort unter der Eiskappe des Vatnajökull: Der Vulkan Grímsvötn ist erwacht und meldet sich mit einer ungewöhnlich heftigen Eruption zu Wort. Asche und Wasserdampf steigen in wenigen Stunden rund 20 Kilometer in die Höhe, mehr als doppelt so hoch wie die Wolke des Eyjafjallajökull im Frühjahr 2010. Daraus lässt sich bereits abschätzen, dass der Schlot mehr als 100 Mal so viel Material ausstößt. Auch das Magma wird mit 2000 bis 5000 Tonnen pro...