Es beginnt mit einer gewaltigen Explosion, die eine Säule aus Asche und Gestein bis zu 40 Kilometer hoch in die Stratosphäre jagt. Dann stürzen die Trümmer wieder auf die Erde, glühend heißer Bimsstein prasselt auf den Boden, und dicke Decken aus Asche bedecken zunehmend die Umgebung. Dächer stürzen ein, und Autos kommen knirschend zum Stehen. Doch das Schlimmste folgt erst noch: Bald rasen Lawinen aus geschmolzener Asche, Bims und Gasen die Hänge des Vulkans herab; sie pulverisieren Häuser und begraben alles, was auf ihrem Weg liegt. Innerhalb kürzester Zeit wird aus einer lebendigen Großstadt eine vulkanische Wüstenlandschaft: Neapel im Todeskampf nach einer katastrophalen Explosion des Vesuv – des Vulkans, der 79 n. Chr. Pompeji zerstörte. Dieses Szenario mag weit hergeholt klingen, doch nach dem jüngsten Erdbeben in Japan und den nachfolgenden Tsunamis werden in vielen Regionen die Risiken durch Naturgewalten neu eingeschätzt und beurteilt. Und Neapel muss als besonders gefährdet gelten, denn hier leben drei Millionen Menschen im...