Sie entstehen, wenn feuchtwarme Luftmassen rasch aufsteigen, kondensieren und Energie freisetzen. Starke Scherwinde in der Höhe reißen die Aufwinde mit, kippen und strecken sie, so dass ein Paar gegenläufiger, senkrechter Wirbel entsteht, wobei die zyklonal kreisende Strömung vom sich mit zunehmender Höhe drehenden Scherwindvektor einen zusätzlichen Impuls erhält. Am Ende entsteht ein schneller rotierender Luftwirbel: die Wind- oder Wasserhose.
Die Eruption des philippinischen Feuerbergs Pinatubo 1991 gehörte zu den stärksten des letzten Jahrhunderts.
Gekrönt wird dieses Ungetüm aus festem Auswurfsmaterial und heißen Gasen von einem Schirm an einer atmosphärischen Grenzschicht, wo sich das aufsteigende Material seitlich ausbreitet, bevor es wieder absinkt und als Ascheregen über der Umgebung niedergeht. Er ist anfänglich kreisrund, beult jedoch im Lauf der Zeit immer stärker aus. Wie er seine Form während der Rotation verliert, konnten die Forscher durch weiteres, einmaliges Material nachvollziehen: Satellitenbilder vom massiven Ausbruch des phillippinischen Feuerbergs Pinatubo aus dem Jahr 1991, die den Ausbruch über mehrere Stunden hinweg dokumentieren.
Andere Belege sind für die Wissenschaftler die Staubteufel und Wasserhosen sowie die Blitzlichtvorhänge, die im Umfeld der Eruption auftreten können: Auf- und Abwinde sowie die Rotation des Mesozyklons lösen die Minitornados aus, während die Entstehung der elektrischen Ladungen etwas komplexer ist. Ähnlich wie in Superzellen – riesigen, hochgradig organisierten Gewittern – steigen die feuchten Luftmassen im Zentrum einer Eruptionswolke zu schnell auf. Die Tröpfchen können sich kaum bilden, wachsen und durch Kollisionen miteinander aufladen. In diesem Kernbereich blitzt es folglich kaum: Es entwickelt sich ein so genanntes Blitzloch. Die Rotation schleudert die Tropfen jedoch aus diesem Bereich heraus und sammelt sie an dessen Rändern an, wo sich schließlich ein regelrechter Blitzvorhang entwickelt, wie die eindrucksvollen Bilder vom Ausbruch des chilenischen Vulkans Chaiten im Mai 2008 zeigen.
Ein spektakuläres Schauspiel konnte man im Mai 2008 am chilenischen Vulkan Chaiten betrachten: Blitzlichtvorhänge umrahmten die Aschewolken des Feuerbergs.








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