b) den inneren Erdkern
c) den Superkontinent Pangäa
d) den Permafrost
Nach dem Abschluss des Mathematik- und Physikstudiums begann Inge Lehmann 1925 mit ihrer Arbeit in der Seismologie. Im Zuge der Auswertung unzähliger Seismogramme fiel ihr auf, dass bestimmte Wellen, die von Erdbeben im Pazifik ausgingen, das Erdinnere durchliefen und in Dänemark aufgezeichnet wurden, nicht erklärbar waren. Lehmann hatte den Verdacht, dass diese Wellen an einem kleineren, inneren Erdkern reflektiert wurden.
Die Forscherin führte zahlreiche Berechnungen durch und stellte ihr Modell 1936 in einer Arbeit vor, die den wohl kürzesten Titel der Wissenschaftsgeschichte trug:
(Union Geodesique at Geophysique Internationale, Serie A, Travaux Scientifiques 14: 87, 1936)
P' ist das Symbol für die so genannten Kompressionswellen. Sie gleichen Stoßwellen und durchlaufen sowohl flüssige als auch feste Medien, während sich die S- oder Schwerwellen in Flüssigkeiten nicht fortbewegen können. Deshalb enden diese im damals schon bekannten äußeren, flüssigen Erdkern.
Inge Lehmann war bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1953 leitende Seismologin am Geodætisk Institut in Kopenhagen. 1987 schrieb sie 99-jährig ihren letzten Artikel mit dem Titel "Seismology in the Days of Old" (Eos 68: 33-35, 1987). Am 21. Februar 1993 starb sie im Alter von 105 Jahren.