b) Aminosäuren
c) Fett
d) Chitin
Dadurch sind die carnivoren Pflanzen in der Lage, auch auf nährstoffarmen, vor allem eben stickstoffarmen Böden zu gedeien - ihre natürlichen Standorte sind demnach etwa Moorgebiete. Sie ernähren sich aber keineswegs ausschließlich von Tieren: Stehen ihnen ausreichend Nährstoffe zur Verfügung, können die Pflanzen auch völlig "fleischlos" leben.
Da alle diese Pflanzen auch Photosynthese betreiben, sind sie nicht auf die Kohlenhydrate ihrer Opfer angewiesen. Fett dürfte in so geringer Menge in Insekten vorkommen, dass sich deren Fang - lediglich aus diesem Grund - nicht lohnt. Der Chitinpanzer ist unverdaulich und bleibt als leere Hülle in der Falle zurück.
Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Fangmechanismen, die den Fallen zu Grunde liegen. Am bekanntesten ist sicherlich die Klappfalle der Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), die - einer Bärenfalle gleich - zuschnappt, wenn ein Insekt auf ihren Blättern landet. Auslöser sind neben mechanischen auch chemische Reize, welche auf stickstoffhaltige Nahrung schließen lassen. In der zugeschnappten Falle wird das Opfer dann langsam verdaut.
Pflanzen der auch hier beheimateten Gattung Drosera - dem Sonnentau - locken mit süßem Nektar, an dem die Tiere festkleben - andere wiederum wie die Kannenpflanze (Nephentes) bilden kannenförmige Auswüchse. Deren Innenwände sind so glatt, dass Insekten keinen Halt finden, um empor zu klettern und so in der Flüssigkeit am Kannenboden ertrinken.
Wer jetzt glaubt, ein probates Mittel gefunden zu haben, um der Fliegenplage in seinem Haus Herr zu werden, der findet zahlreiche Pflegetips und Photos auf www.insektivoren.com.