a) Dmitri Iwanowitsch Mendelejew b) Isaac Newton c) Otto Loewi d) Friedrich August Kekulé von Stradonitz
Antwort:
Kein Traum, sondern Fallobst brachte Isaac Newton auf das Gravitationsprinzip.
Erklärung:
Weil seine Universität in Cambridge wegen der Pest den Lehrbetrieb für fast zwei Jahre einstellte, verbrachte der junge Isaac Newton viel Zeit auf dem Bauernhof seiner Eltern. Jahrzehnte später erzählte er seinem Freund und Biografen William Stukeley, dass ihn dort damals ein Apfel der Sorte "Flower of Kent" ins Grübeln gebracht hatte: Warum fallen Äpfel immer zu Boden? Warum nicht seitwärts oder nach oben? Newton entdeckt die Erdanziehungskraft und formuliert 20 Jahre später sein allgemeines Gravitationsgesetz, das besagt, dass jede Masse im Universum jede andere anzieht.
Dmitri Iwanowitsch Mendelejew spielte Masse eine entscheidende Rolle. Der Chemiker arbeitete unaufhörlich daran, Ordnung in die Elemente zu bringen, fand aber keine brauchbare Lösung für eine systematische Tabelle – zumindest nicht, solange er hellwach war. 1869 kam ihm der rettende Geistesblitz im Schlaf: "Ich sah im Traum die Tabelle, in der alle Elemente so verteilt waren, wie es sein musste. Ich erwachte sofort und schrieb alles auf ein Stück Papier.“ Was Mendelejew da notierte war das heute noch gebräuchliche Periodensystem. Es enthielt die bis dahin bekannten 63 Elemente, sortiert nach Atommasse und Eigenschaften.
Otto Loewi kritzelte ebenfalls einen nächtlichen Einfall auf Papier. Unglücklicherweise konnte er am nächsten Morgen die Notiz aber nicht mehr entziffern. Aber Loewi hatte Glück, in der darauffolgenden Nacht erinnerte ihn ein Traum daran, was es mit dem Gekritzel auf sich hatte: Es ist der Aufbau eines Experimentes, mit dem er 1921 die chemische Informationsübertragung im Körper nachweisen und den Botenstoff Acetylcholin finden wird.
Mit einem Stoff ganz anderer Art beschäftigte sich Friedrich August Kekulé von Stradonitz.
Dem Chemiker hatten es die sechs Kohlenstoff- und Wasserstoffatome des Benzolmoleküls angetan, genauer gesagt, deren räumliche Anordnung. Die vielen chemischen Eigenarten der farblosen Flüssigkeit passten nicht zu den damals gängigen Strukturvorstellungen. 1865 hatte Kekulés Kopfzerbrechen darüber ein jähes Ende. Vor dem Kamin eingenickt, träumte er von einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz biss. Der vermeintliche Alptraum brachte die Lösung: Kekulé entdeckte die Ringstruktur von Benzol und begründete damit die moderne Strukturtheorie der organischen Chemie.
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