a) Giacomo Puccini b) Sergei Prokofjew c) Ludwig van Beethoven d) John Blow
Antwort:
Giacomo Puccini dichtete, möglicherweise von einer Muse mit äußerst frischem Atem geküsst,
"L'ode all' Odol".
Erklärung:
Giacomo Puccini gilt als der sentimentalste Komponist des Fin de Siècle und Werke wie "La Bohème" sind nicht nur ausgesprochenen Opernliebhabern ein Begriff. Wie andere namenhafte Künstler seiner Zeit verkehrte auch Puccini im Dunstkreis des Odol-Fabrikanten Karl August Lingner. Ob der Komponist die Verse der Odol-Ode aus purer Begeisterung über das Mundwasser schrieb oder das Gedicht als Auftragsarbeit entstand, ist bis heute nicht geklärt. Die Kuratoren des Odol-Archives im Deutschen Hygiene-Museum vermuten, dass es sich um ein originelles Gastgeschenk handeln könnte, denn Werbeanzeigen mit dieser Ode sind bisher unbekannt - ebenso das Entstehungsjahr. Puccini spielt in seinem Gedicht mit dem Markennamen: Im Schriftbild versteckte er es in fett gedruckten oder großgeschriebenen Buchstaben. Diese Kenntlichmachung wurde in vielen Nachdrucken und Abschriften unterschlagen. Auch die Anspielung auf das damals omnipräsente Werbemotiv, eine harfespielende Frau, war nicht offensichtlich genug, so dass man Puccinis Absicht übersah und jahrelang vergeblich nach den zugehörigen Noten suchte.
Sergej Prokofjew komponierte das Stück, sein Opus 105, im Jahre 1945. Anlass war allerdings nicht das Ende des zweiten Weltkrieges, vielmehr sollte das Werk die opulenten Feierlichkeiten zum 28jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution krönen. Während seiner Arbeit daran erlitt Prokofjew einen schweren Unfall, was die Fertigstellung und die Uraufführung bis November verzögerte. Die sowjetische Presse äußerte sich gutmütig, schien aber dennoch unzufrieden. Das Werk wird heute unter dem Zusatz "unveröffentlicht" geführt und außerhalb Russlands kam es, nach Einschätzung von Musikhistorikern, nie zur Aufführung.
Ein Stück, welches sehr oft aufgeführt wurde und wird, ist Ludwig van Beethovens Vertonung von Schillers Ode "An die Freude". Es ist der finale Satz seiner neunten und zugleich letzten vollendeten Sinfonie. Beethoven hatte zum Zeitpunkt der Uraufführung im Jahre 1824 sein Gehör bereits vollständig verloren. Laut diverser Quellen soll er, mit dem Rücken zum Publikum gewandt, den nach der Aufführung ausbrechenden, frenetischen Beifall erst wahrgenommen haben, nachdem Solisten ihn behutsam zum Publikum drehten. Heute zählt Beethovens Chorfinale, an dem er fast 30 Jahre arbeitete, zu den populärsten Werken der klassischen Musik. Dazu hat vermutlich auch die instrumentale Version beigetragen, welche Herbert von Karajan 1972 arrangierte: Als Europahymne ist "An die Freude" ein offizielles Symbol der Europäischen Union.
Nicht Freude, sondern tiefe Trauer über den frühen Tod seines Meisterschülers bewegte 1695 John Blow dazu, das Requiem "Ode on the Death of Mr. Henry Purcell" zu komponieren. Purcell verstarb, gerade einmal Mitte dreißig, auf dem Zenit seines Schaffens: Schon zu Lebzeiten ehrte der Titel "Orpheus britannicus" den englischen Komponisten und lieferte auch die Vorlage für seine posthum veröffentlichte Werksammlung.
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