b) Heike Kamerlingh Onnes
c) Brian David Josephson
d) Gilles Holst
e) Georg Bednorz
So erhielt Kamerlingh Onnes im Jahr 1913 den Nobelpreis für Physik. Vermutlich wusste das Nobel-Komitee jedoch um den eigentlichen Entdecker und so nahm Kamerlingh Onnes den Preis nicht für die Supraleitung entgegen, sondern für seine "Untersuchungen der Eigenschaften von Materie bei tiefen Temperaturen", sowie seinen Errungenschaften, die schließlich zur Verflüssigung von Helium führten - zweifelsohne preiswürdige Leistungen. Aber auch Gilles Holst machte Karriere, der Physiker wurde der erste Direktor der Philips Forschungslabors und Professor an der Universiteit Leiden. Doch als Entdecker der Supraleitung ging sein Name nicht in die Literatur ein, hier steht in aller Regel nur der Name seines ehemaligen Chefs.
Georg Bednorz entdeckte 1986 zusammen mit seinem Kollegen Alexander Müller am IBM-Forschungslabor in Rüschlikon bei Zürich den ersten so genannten Hochtemperatur-Supraleiter, eine keramische Kupfer-Lanthan-Bariumoxid-Verbindung mit einer Übergangstemperatur von 30 Kelvin - ein neuer Rekord. Ein Jahr später wurden die beiden Forscher dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Auch Brian David Josephson erhielt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Supraleitung die höchste Physik-Auszeichnung (1973). Er sagte voraus, dass ein supraleitender Strom durch eine Barriere tunneln kann - dieses mittlerweile als Josephson-Effekt bezeichnete Phänomen findet heute zum Beispiel bei hochpräzisen Magnetfeldmessungen mit einem so genannten SQUID-Magnetometer Anwendung.