b) Jean-Baptiste de Lamarck
c) Theodor Gustav August Roose
d) Karl August Möbius
In seinem Buch Grundzüge der Lehre von der Lebenskraft aus dem Jahr 1797 heißt es im Vorwort: "Ich habe bei der Herausgabe dieses Entwurfs einer Biologie wenig an die Leser desselben vorzuerinnern." Damit gilt das Buch von Roose als diejenige bekannte Literaturstelle, bei welcher der Begriff "Biologie" zum ersten Mal auftaucht. Allerdings verwendet der heute nahezu unbekannte Autor den Begriff lediglich einmal im Vorwort und verzichtet auch auf jede Erläuterung. Vermutlich hat er ihn aus der zeitgenössischen, heute unbekannten Literatur übernommen.
Jean-Baptiste de Lamarck (1744-1829) verwendete den Begriff "Biologie" 1802 erstmalig in seinem Werk Hydrogéologie im Sinne einer Disziplin und grenzte ihn von anderen Wissenschaftsdisziplinen ab. Im gleichen Jahr veröffentlichte er die Recherches sur l'organisation des corps vivans, in dem er "Biologie" genau definiert: "Biologie ist einer der drei Teile der irdischen Naturlehre; sie enthält alles, was sich auf lebende Körper bezieht."
Karl August Möbius (1825-1908) prägte den Begriff "Biozönose" als Bezeichnung einer Lebensgemeinschaft. In seinem Werk Die Auster und die Austernwirtschaft (1877) erläutert er ausführlich seine Biozönose-Theorie, die sich als Basis für die allgemeine Ökologie etablierte.