Nanotubes könnten wie Asbestfasern Entzündungen und Krebs auslösen - wenn die Länge stimmt. Mit diesem Wissen ließen sich aber vielleicht auch risikoärmere Fasern produzieren.
Der Autor ist freier Wissenschaftsjournalist in Darmstadt.
Kohlenstoffnanoröhrchen sind das Werkmaterial der Hightech-Welt. Weil die lang gestreckten Moleküle etwa 30-mal zugfester sind als Stahl, mischt man sie Kunststoffen als Stärkung bei: Sie sollen Tennisschläger, Surfbretter oder Fahrradrahmen stabiler machen; und der Flugzeughersteller Lockheed verbaut sie deshalb sogar in seinem Kampfjet F-35. Die gerne auch mit ihrem englischen Ausdruck bezeichneten Nanotubes werden also langsam zu einem immer größeren Wirtschaftsfaktor, und allein das Chemieunternehmen Bayer stellt in seinem Leverkusener Werk jährlich rund 200 Tonnen des Nanomaterials her.
In die Euphorie mischt sich jedoch ein Wermutstropfen: Forschungsdaten nähren langsam den Verdacht, dass die Kohlenstoffnanoröhrchen mit Asbestfasern nicht nur die lang gestreckte Form, sondern auch die Gesundheitsgefahren...
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