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Wo findet man das "Labyrinth"?

a) Im Ohr
b) In der Nase
c) Im Kleinhirn
d) Im Darmtrakt

Antwort:

In der Anatomie des Menschen und der Wirbeltiere wird das als Gehör- und Gleichgewichtsorgan fungierende Innenohr als Labyrinth bezeichnet.

Erklärung:

In der griechischen Mythologie war das Labyrinth des Minos ein Wunderbau mit verwirrend unübersichtlicher Anlage: Im Zentrum des Systems von gewundenen, sich ineinander schlingenden Irrgängen hauste der menschenfressende Minotaurus - jedenfalls bis er von Theseus gefunden und getötet wurde.

Labyrinthisch aufgebaut sind zwar auch die Schleimhäute in der Nase, die Windungen des Gehirns und des Dünndarms, in der Anatomie des Menschen bezeichnet man aber nur das Gleichgewichts- und Gehörorgan des Innenohrs als Labyrinth.

Das Innenohr ist aus einem System flüssigkeitsgefüllter häutiger Schläuche aufgebaut, die gut geschützt in Gänge des Schädelknochens eingebettet sind. Es umfasst die Bogengänge des Gleichgewichtsorgans und die Schnecke oder Cochlea, das eigentliche Hörorgan. Die Cochlea verdankt ihren deutschen Namen der Tatsache, dass sie aus drei übereinander liegenden gewundenen Kanälen besteht, wodurch ihre Form an ein Schneckenhaus erinnert.
Bogengänge
Bildzoom Labyrinth

Die Utriculus und Sacculus, die ebenfalls zum Gangsystem des Labyrinths gehören, dienen der Ermittlung der Linearbeschleunigung und der Senkrechten, um dem Körper jederzeit die Möglichkeit zu geben, sein Gleichgewicht zu finden.

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