a) Grimmsche Märchenfigur b) Ehefrau des Entdeckers c) Gottheit d) Haustier des Entdeckers e) Schauspieler
Antwort:
Es ist offiziell unerwünscht, dem eigenen Haustier auf diese Weise ein Denkmal zu setzen.
Erklärung:
Über 500 000 Asteroiden sind heute bekannt. Allerdings trägt nur knapp die Hälfte davon auch einen Namen. Mitschuld an der formalen Anonymität der Asteroide ist das recht langwierige bürokratische System der offiziellen Benennung.
Verantwortlich für alle Fragen rund um die Nomenklatur von Himmelskörpern ist die Internationale Astronomische Union (IAU). Sie ist es auch, die jedem Asteroiden seinen offiziellen Namen verleiht. Doch der Weg bis dahin ist lang: Ein frisch entdeckter Planetoid erhält zunächst einen provisorischen Namen, aus Zahlen und Buchstaben, die im Wesentlichen das Entdeckungsdatum widerspiegeln.
Haben die Astronomen die Umlaufbahn des Asteroiden bestimmt und dadurch zweifelsfrei belegt, dass es sich um ein noch unbekanntes Objekt handelt, erhält der Himmelskörper eine individuelle Nummer. Zu dieser Nummer kann sich nun ein dauerhafter Name gesellen. Der Entdecker verfügt für zehn Jahre über das Vorrecht, diesen vorzuschlagen. Ein spezielles Komitee der IAU (Committe for Small-Body Nomenclatur), bestehend aus 15 internationalen Berufsastronomen, prüft anschließend den Vorschlag und entscheidet darüber, ob er anerkannt wird.
Dafür muss der Name unbedingt folgende Formalien erfüllen: Er darf höchstens 16 Zeichen umfassen und sollte bevorzugt aus einem einzigen Wort bestehen, das zumindest in irgendeiner Sprache aussprechbar ist und weder eine beleidigende noch anstößige Bedeutung besitzt. Der Name sollte keinem anderen allzu ähnlich oder bereits vergeben sein, und er darf auf gar keinen Fall Werbezwecken dienen. Ebenso untersagt ist es, einen Asteroiden nach Personen zu benennen, welche ausschlaggebend an politischem oder militärischem Geschehen beteiligt waren, solange dies nicht mindestens 100 Jahre zurückliegt.
Haustier des Entdeckers ausdrücklich als unerwünscht.
1801 hatte sich die Namensgebung noch wesentlich einfacher gestaltet. Der Entdecker des ersten Asteroiden, Guiseppe Piazzi, gab dem beobachteten Himmelskörper kurzerhand den Namen Ceres Ferdinandea. Weil der internationalen Forschergemeinschaft der zweite Name missfiel, welchen Piazzi zu Ehren von König Ferdinand IV. ausgesucht hatte, verwendete man als offizielle Bezeichnung lediglich Ceres, den Namen einer antiken Gottheit und der Schutzherrin Siziliens. Obwohl die IAU (1) Ceres im Jahr 2006 den Asteroidenstatus aberkannte und zum Zwergplaneten erklärte, prägte er als vermeintlich erster Asteroid die klassische Nomenklatur dieser Himmelskörper. So standen in Anlehung an Ceres weiterhin römische oder griechische Götter bei der Namensgebung der nachfolgend entdeckten Asteroide Pate.
Als die antiken Gottheiten nahezu ausgeschöpft waren, suchten sich die Astronomen gezwungenermaßen andere namentliche Vorbilder. Mittlerweile findet man ein buntes Sammelsurium von Namen unterschiedlichsten Ursprungs.
Als Klassiker kann man die Benennung nach der Ehefrau des Entdeckers bezeichnen. Hunderte Astronomen taten es dem deutschen Astronomen Johannes Franz Hartmann gleich, welcher dem 1921 von ihm entdeckten Asteroiden (965) Angelica den Namen seiner Frau verlieh. Auch der fleißige Schweizer Astronom Paul Wild, gab seinen 94 Asteroiden vorwiegend weibliche Namen. Allerdings bewies er 1968 in einem davon ausgenommenen Fall besonderen Einfallsreichtum: (1773) Rumpelstilz ist ein Asteroid des Hauptgürtels, den er nach der Grimmschen Märchenfigur benannte.
Auch die Namen berühmter Schauspieler befinden sich unter den Asteroidbezeichnungen, wie der Asteroid (17744) Jodiefoster beweist. Der 1998 von dem Asteroiden-Suchprogramm ODAS entdeckte Himmelskörper erhielt seinen Namen zu Ehren der US-amerikanischen Schauspielerin.
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