Fachbereich Astronomie - Sterne und Weltraum

Astronomie

Leserbilder - Wunder des Weltalls

Sonnenfinsternis aus der Satellitenperspektive

Fotograf: Meteosat 7/EUMETSAT

Fünf Wettersatelliten beobachten aus einem geostationären Orbit, in etwa 36.000 km Höhe, fast die gesamte Erde. Es handelt sich um zwei Satelliten der USA, einen aus Japan und zwei europäische Wettersatelliten. Während von Afrika und Europa METEOSAT 9 alle 15 Minuten Bilder in zwölf Spektralbereichen erstellt (es handelt sich hier um einen METEOSAT der zweiten Generation), werden der Indische Ozean und große Teile von Asien von METEOSAT 7 abgedeckt. METEOSAT 7 ist der letzte Satellit aus der ersten METEOSAT-Generation, der Bilder alle 30 Minuten in drei Spektralbereichen erstellt. Einer dieser Bereiche liegt im sichtbaren Teil des Spektrums, so dass auf der Erde nicht nur Wolken, sondern auch der Schatten des Mondes beobachtet werden kann.

Das Satellitenbild vom 1. August 2008, 10:30 UTC zeigt deutlich den Mondschatten bei etwa 74°N, 65°E. Da die Erdscheibe vom Wettersatelliten nicht wie bei einem Fotoapparat mit einer sehr kurzen Belichtungszeit aufgenommen, sondern innerhalb von etwa 25 Minuten von Süd nach Nord zeilenweise abgetastet wird; der Mondschatten sich aber von Nord nach Süd bewegt, ist der Mondschatten auf Grund der gegenläufigen Bewegungen etwas abgeplattet, gegenüber dem tatsächlichen Schatten an dieser Stelle. Der südliche Rand des Mondschatten ist also wenige Minuten älter als der nördliche Rand.

Die Rohdaten der METEOSAT-Satelliten werden bei EUMETSAT in Darmstadt aufbereitet und die vom Satelliten gescannten Erdscheiben anschließend zu den Nutzern, wie dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach, versendet. Dort werden die Daten weiterverarbeitet und je nach Anwendung in verschiedenen Kartenprojektionen bereitgestellt.

Der schwarze Bereich am oberen Bildrand markiert die Grenze bis zu der ein Satellit im geostationärem Orbit vom Äquator aus, bedingt durch die Erdkrümmung, sehen kann.

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