Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, zu anderen Planeten zu fliegen und ferne Galaxien zu erkunden? Dass Wissenschaft und Technik eines Tages das Tor zu den Sternen öffnen, hoffen nicht nur Ufo-Gläubige. Doch leider bewies der geniale Physiker Albert Einstein Anfang des 20. Jahrhunderts, dass nichts schneller fliegen kann als das Licht. Das ist zwar unglaublich flott – ein lichtschnelles Spaceshuttle hätte die Erde in einer Sekunde Schwindel erregende achtmal umkreist. Dummerweise sind die Entfernungen im All aber gigantisch. Ein Lichtteilchen – im Fachjargon Photon genannt – braucht von der Sonne zum nächsten Stern Proxima Centauri schon mehr als vier Jahre. (Zum Vergleich: Mit den modernsten heutigen Raketen flöge man 10 000 Jahre lang.) Und die noch schlechtere Nachricht lautet: Nur die masselosen Photonen sind derart schnell unterwegs. Die Massen der Atome, aus denen wir bestehen, würden mit wachsender Reisegeschwindigkeit unendlich groß – was vermutlich nicht gesund wäre, in jedem Fall aber unendlich viel Antriebsenergie benötigen würde.
Weniger ist mehr, mag man denken: Eines Tages gibt es vielleicht ein Raumschiff, das mit 80 Prozent der Lichtgeschwindigkeit durch das All rast. Proxima Centauri wäre dann schon in gut fünf Jahren erreicht …