Nach herkömmlicher Auffassung haben die Männchen etlicher Tierarten das Pech, sich mit einem Handikap abplagen zu müssen: sperrige Geweihe oder Gehörne, grellbuntes Gefieder, ellenlange Mähnen oder halsbrecherische Balzrituale. Den Pfauenhahn kostet sein imposantes Schwanzgefieder einen ungeheuren Aufwand an Energie, es belastet ihn auf Schritt und Tritt, macht seine Feinde auf ihn aufmerksam, behindert ihn bei der Flucht und versperrt ihm – im aufgefächerten Zustand – die Sicht nach hinten.
Nach Darwins Theorie der sexuellen Selektion haben sich solche extravaganten körperlichen Merkmale und Verhaltensweisen entwickelt, weil die Weibchen anhand dieser Eigenschaften ihren Paarungspartner wählen. Ein zufällig entstandenes derartiges Merkmal und dessen ebenso zufällige Bevorzugung durch die Weibchen hätten sich im Lauf der Evolution gegenseitig verstärkt. Im Extremfall könne eine Art durch dieses Wettrüsten der Männchen am Ende in eine evolutionäre Sackgasse geraten


Der Rezensent ist freier Wissenschaftsjournalist
in Marne.
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1. Ist die reichlichere Behaarung des Mannes ein Depot für überschüsssige Proteine?
01.03.2012, Walter GrafBei der Geburt meiner Enkelkinder begann ein Gedanke in mir aufzukeimen (erst jetzt): Alle Stoffe, die im Laufe von 9 Monaten das kleine menschliche Wesen bilden, stammen von der Mutter. Das ganze Skelett mit dem sicher großen Anteil an Kalzium muss die Mutter zur Verfügung stellen. Und meistens tut sie das, ohne große Mangelerscheinungen zu zeigen. Möglicherweise nimmt sie dabei ständig kalziumreichere Nahrung zu sich, weil ihr Körper das so verlangt. Aber im Allgemeinen fällt den Mitmenschen ja keine besondere Abweichung der Essensgewohnheiten bei jungen Müttern auf.
Natürlich ist das vielen interessierten Personen längst bekannt, aber für mich bedeutete dies einmal mehr ein Wunder des Lebens.
Nun lese ich im Artikel Folgendes: „Ein Weibchen investiert einen Teil seiner Energie … in den Nachwuchs. Das Männchen … muss diesen Anteil auf andere Weise loswerden.“ Und dann folgt das Beispiel mit dem Pfau und dem Hahn.
Nun meine Frage: Kann man sagen, dass beim Menschen das Männchen diese Proteine z. B. in den größeren Haarwuchs (z. B. Bart) steckt? Ist das vergleichbar?