spektrumdirekt: Herr Böhme, Sie werden bisweilen als Kryptozoologe bezeichnet. Was versteht man denn darunter? Wolfgang Böhme: In meinem Fall bezeichnet es das Aufspüren von Tieren, die der Wissenschaft bis dahin verborgen geblieben sind. Was hat Sie zur Kryptozoologie gebracht? Ein Waran, der eine etwas merkwürdige Entdeckungsgeschichte hat. Ich habe ihn zuerst in einer Fernsehdokumentation gesehen. Nichts ahnend verfolgte ich 1985 eine ZDF-Sendung über Land und Leute des Jemen, und plötzlich stiefelte ein Waran durch das Bild. Das war extrem ungewöhnlich, denn niemand hatte bis dahin Warane beschrieben, die in diesem Land leben. Er sah auch nicht aus wie ein Wüstenwaran, der im benachbarten Saudi-Arabien vorkommt, und so war ich mir schnell...