Wenige Technologien erhalten so viele Vorschusslorbeeren wie der Quantencomputer. Nicht nur einfach schneller, sondern auf völlig neue Art soll er mit Daten umgehen und dabei die Grenzen der Mathematik einreißen. Zwischen protzigen Schlagzeilen und komplexer Physik verbirgt sich also großes Potenzial. Bis heute jedoch sind der Technik selbst ihre Kinderschuhe noch deutlich zu groß.
Ralf Strobel
Schätzen Sie mal: Wie viele Streichholzschachteln müssten sie aufeinander stapeln, damit der entstehende Turm so hoch ist wie ihr Computerbildschirm? Egal wie Sie geantwortet haben – sehr wahrscheinlich stimmte zumindest die Größenordnung. Menschliche Gehirne sind Meister darin, auch ohne exakte Maße eine grobe Vorstellung von Objekten und ihren Ausmaßen zu entwickeln. So konnten Sie leicht etwas leisten, an dem sich Computer bis heute schwer tun: Eine ungefähre Größe durch eine andere teilen.
Beim Schätzen nutzen Gehirne ihre Milliarden von Nervenzellen, von denen jede einzelne mit tausenden ihrer Nachbarn Signale austauscht. Unzählige erregende und hemmende Impulse laufen dabei gegeneinander an. Das Ergebnis ist zwar nicht sehr genau, steht aber dafür auch dann schnell zur Verfügung, wenn sehr viele komplexe Umstände zu berücksichtigen sind. Im Gegensatz zu dieser stark parallelen...
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