Datenspeicher
Bits auf der Überholspur
Winzige magnetische Bereiche, die auf Nanodrähten hin- und herrasen, haben das Potenzial, fast alle Arten bisheriger Datenspeicher zu ersetzen.
Das Massenmedium dafür sind überwiegend magnetische Festplatten (Hard Disk Drives, HDDs): mit bis zu 7200 Umdrehungen pro Minute rotierende Glasscheiben mit einer magnetischen Beschichtung, über die Schreib-Lese-Köpfe im beeindruckenden Abstand von nur ein bis zehn Nanometern hinwegfliegen. Doch diese Speicher, die moderne Physik und höchste Ingenieurskunst in einem preiswerten Serienprodukt vereinen, bergen ein Risiko: Beim head crash – einer Kollision von Schreib-Lese-Kopf und Platte – können Daten verloren gehen. Sicherungskopien und auf die jeweiligen Nutzer zugeschnittene Backup-Strategien sind deshalb erforderlich. Aber das ist nicht das einzige Problem, das die mechanisch bewegten Komponenten einer Festplatte bereiten


Stuart S. P. Parkin ist IBM Fellow,
Manager der Magnetoelektronikgruppe
am IBM Almaden Research
Center und an der Stanford University
in San José, Kalifornien, sowie
Consulting Professor am Department
for Applied Physics der
Stanford University; außerdem ist er
Direktor des IBM-Stanford Spintronic
Science and Applications Center.
Die Redaktion dankt Andreas Ney,
einem ehemaligen Mitarbeiter
Parkins und jetzt an der Universität
Duisburg-Essen mit der Erforschung
spintronischer Materialien befasst,
für seine Unterstützung.
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1. Alte Harddisks gegen neue Technologie?
12.12.2009, Harald Schmidt, 3423 St. Andrä - WördernEin großes Problem der derzeitigen HDDs werden aber die Nanodraht-Speicher nicht lösen können: die magnetische Beeinflußbarkeit. Wer auf eine Notebook-Platte schon mal ein Handy gelegt hat, dass dann angerufen wurde, kennt das Problem. Damit hat man ganz schnell mal die Daten unbrauchbar gemacht. Das ist aber bei jeder magnetischen Datenspeicherung so, und im Prinzip ist’s ja auch eine, sonst gäbe es ja keinen Kernspintomografen.