Spektrum der Wissenschaft Dossier 1/2010
Erde 3.0 - Wie wir eine lebenswerte Welt erhalten

Vor vier Jahrzehnten waren die Zukunftsforscher überzeugt, dass sich der Mensch mit Hilfe von Wissenschaft und Technik die Erde endgültig untertan macht. Heute fallen die Prognosen jedoch anders aus. Der Energiehunger wächst und bleibt ungestillt, Treibhausgase heizen das globale Klima auf, wir sind immer häufiger extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Insbesondere in der Dritten Welt mangelt es an Nahrung und Wasser. Die Liste der Probleme ließe sich beliebig fortsetzen. Mühsam ringen deshalb Forscher darum, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit miteinander zu vereinbaren.

Wie könnte ein Update unserer Lebenswelt, sozusagen eine Erde 3.0, aussehen? Sicher ist: je komplexer ein Vorhaben, desto schwerer wird es durchzusetzen und zu steuern sein. Und längst ist klar, dass guter Wille allein nicht ausreicht; eine Idee muss sich auch rechnen.

Einige viel versprechende Technologie-Kandidaten der Erde 3.0 haben wir in diesem Dossier versammelt.

(12. Januar 2010)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Mensch und Natur – keine Gegner!

 
6
Experten fordern neue Bewertungskriterien für die Schutzwürdigkeit von Ökosystemen, denn Naturschutz muss auch dem menschlichen Wohlergehen dienen, um auf Dauer durchsetzbar zu sein.

Projekt "sauberer Diesel"

 
14
Dank neuer Katalysatoren, Filter und dem Einsatz von Biokraftstoffen verliert der Dieselmotor sein Image als Dreckschleuder.

Volltanken mit Wasserstoff

 
22
Brennstoffzellen könnten wesentlich zum emissionsarmen Verkehr beitragen, doch die benötigten Wasserstoffspeicher sind ein Problem.

Gründächer – Es grünt so grün …

 
30
Dachbegrünung nutzt der Umwelt und spart Geld.

Ökostädte der Zukunft

 
32
Drei Vorzeigeprojekte umweltfreundlicher Urbanität

Ein Sonnenschirm für den Blauen Planeten

 
38
Plan B gegen die Klimaerwärmung: Abschirmung des Sonnenlichts

Bodenschutz durch Verzicht auf Pflügen

 
48
Weltweit stellen sich Landwirte auf die Direktsaat um.

Fischfarmen zur Rettung von Thunfisch

 
56
Die großen Raubfische avancierten zum begehrtesten Speisefisch der Welt. Nun sind sie vom Aussterben bedroht, und möglicherweise kann nur konsequentes Aquafarming ihre Arten erhalten.

Globaler Wassermangel muss nicht sein

 
64
Süßwasser wird immer knapper, dabei stehen die erforderlichen Technologien gegen den Mangel längst zur Verfügung. Nun müssen die Verantwortlichen sie auch einsetzen.

Meerwasserentsalzung – Handikap in der Wüste

 
72
Immer mehr Küstenländer gewinnen Frischwasser aus dem Meer.

Wärmepumpen - von 0 auf 60

 
74
Heizen mit geringem Kraftstoffverbrauch

Die perfekte Zelle

 
76
Neue Techniken machen Fotovoltaik immer effektiver und günstiger.

Interview: Der Lichtfänger von München

 
80
Liegt die Zukunft der Energieversorgung in einer Verschmelzung von Photonik und Nanotechnologie?
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