Mathematische Knobelei |
04.12.2009
Vertrackte Jahresendzeitpyramiden
Als Anhänger des real existierenden Sozialpädagogismus feiert Hans-Werner keine dekadenten, konsumorientierten Kirchfeste. Auf die pädagogisch wertvolle Bastelei mag er dennoch nicht verzichten. Wenn bloß nicht diese computerübersetzten Anleitungen wären ...
1. Ausschneiden Form aus Bogen Pappe Schere mit. Ergeben Grundfläche Achteck mit angeflanscht Dreiecks.
2. Vorsichtig einrillen Liniens zwischen Achteck Grundfläche und Dreiecks angeflanscht.
3. Knicken aufrecht Dreiecks an Liniens eingerillt.
4. Erhalten Pyramide mit Achteck Grundfläche.
5. Vor Ausschneiden Form mit Stift Blei zusätzlich einzeichnen Lasche Klebe an Seitens Dreiecks.
6. Mit Lasche Klebe seitens Dreiecks zu Pyramide fest verklebbacks.
7. Gratulationsglückwunsch zu Jahresendzeitpyramide fertig!
So in der Art hatte Hans-Werner sich das schon gedacht. Unverständliche Sätze mit Grammatik aus der Schüttelkiste - und zur Krönung ganz weit hinten eine der beliebten "Vorher"-Anweisungen. Aber Hans-Werner ist durch die harte Schule eines anthroposophischen Kindergartens gegangen und hat seinen weichen Kern gegen derartige Traumata gewappnet. Dennoch sieht das Jahresende ihn leise weinend vor seinem Jahresendzeitpyramidenbastelbogen sitzen. Es sind die "Lasche Klebe", die ihm zu schaffen machen. Obwohl er sich extra seinen grünen Lieblingsbuntstift geholt hat, um sie gemäß Anleitung nachträglich einzuzeichnen, weiß Hans-Werner weder ein noch aus. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Laschen auf die Dreieckseiten zu verteilen. Da kann einem schon ganz wuschig werden im Kopf. Wie viele korrekte Varianten gibt es genau, damit beim Basteln keine zwei Klebelaschen aneinander stoßen oder ein Spalt offen bleibt?

Das mathematische Problem stammt von Univ.-Prof. Dr. Gerd Baron und Dr. Richard F. Mischak. Weitere Aufgaben finden Sie auf den Seiten des Wettbewerbs
Jagd auf Zahlen und Figuren. Die erzählerische "Verpackung" gestaltete
Dr. Olaf Fritsche.
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Einsendeschluss ist der 17. Dezember 2009.