Serie: Nachhaltige Mobilität
Heilmittel gegen den Individualverkehr
Wer von A nach B will, nutzt heute in vielen Fällen das eigene Auto. Soll Mobilität jedoch nachhaltig gestaltet werden, sind Alternativen gefragt.
Des ungeachtet wächst die Zahl der Autos in Europa, den USA und fast überall auf der Welt schneller als die der Einwohner. Es werden immer mehr Kilometer damit zurückgelegt. Sicher lassen sich Benzin- und Dieselmotoren noch effizienter machen, Treibstoffe werden entwickelt, deren Verbrennen weniger Treibhausgase freisetzt. Und auf lange Sicht dürften elektrische Antriebe, seien sie von Batterien oder Brennstoffzellen mit Strom versorgt, den Anteil des Straßenverkehrs an der globalen Erwärmung deutlich reduzieren. Doch die Umstellung auf eine umweltfreundlichere Antriebstechnologie allein genügt noch nicht, die Probleme zu lösen, die aus der erwarteten Verdopplung der Fahrzeuge auf zwei Milliarden Autos in den kommenden 20 Jahren resultieren. Ebenso wichtig ist es, Möglichkeiten für den Personentransport zu entwickeln, die Alternativen zum Besitz eines eigenen Fahrzeugs bieten


Daniel Sperling lehrt Ingenieur- und
Umweltwissenschaften an
der University of California in Davis;
er ist Gründungsdirektor des UCDavis-Instituts für Verkehrsstudien.
Die Analystin Deborah Gordon
berät Kommissionen und Regierungen
bei der Verkehrsplanung.
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1. Elektrotaxis in China
08.11.2010, Dr. Ralf Metzner, SchanghaiBatteriegespeiste Elektrofahrzeuge machen eigentlich nur Sinn, wenn der Ladestrom hauptsaechlich aus Solar- und Windenergie stammt und nachts bei Stromueberangebot aus Nuklearkraftwerken (was vielen Deutschen ja nicht passt).
Interessanterweise laufen gerade in China Pilotversuche mit hunderten Elektrotaxis UND ein Initialprogramm mit 10.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Shenzhen, die übrigens vornehmlich über Solaranlagen vor Ort und Windanlagen in der Umgebung gespeist werden sollen.
Vorreiter ist BYD, ein chinesischer Autohersteller und zugleich einer der größten Akkuhersteller der Welt.
2. Genaueres für das Carsharing, bitte!
15.11.2010, Prof. Dr. W.K. Schomburg, AachenBei Spektrum der Wissenschaft gibt es eine solche Kontrolle wohl nicht. Sonst würden wie im Artikel "Heilmittel gegen den Individualverkehr" nicht nur die Vorteile z.B. von Carsharing genannt, sondern auch deren Nachteile wie z.B. höhere Kosten pro Kilometer, umständlichere Handhabung, Umstellung auf einen jedes Mal neuen Autotyp usw. Die Autoren könnten auch wesentlich an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie ihre Behauptungen durch Zahlen begründen könnten. Wenn z.B. aus einer namentlich benannten wissenschaftlichen Untersuchung hervorgehen würde, wie viel Energieeinsparung durch Carsharing möglich ist und wie viel dies im Vergleich zum Gesamtenergieverbrauch ausmacht.
In der vorliegenden Form ist der Artikel jedenfalls einer (populär-)wissenschaftlichen Veröffentlichung nicht wert, sondern nur populistische Meinungsmache. Ich habe beim Lesen nichts dazugelernt und ich glaube nicht, dass es anderen besser ergangen ist.