Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Wege, sich dem Problem der Willensfreiheit zu nähern. Im einen Fall geht man davon aus, dass es sich hierbei um ein fundamentales metaphysisches Problem handelt, dessen Lösung davon abhängt, wie unsere Welt beschaffen ist – zum Beispiel ob es Lücken im Kausalzusammenhang gibt.

Die andere, wesentlich moderatere Sichtweise nimmt an, dass es offensichtliche Unterschiede bei der Zurechenbarkeit von Handlungen gibt: Kleine Kinder und psychisch Kranke sind offenbar in einem wesentlich geringeren Maß verantwortlich für ihr Tun als gesunde Erwachsene. Hier stellt sich dann die Frage, ob diese Unterscheidung gerechtfertigt ist und worin sie genau besteht …