
Sabine A. Döring hat an der Universität Tübingen
den Lehrstuhl für Philosophie mit dem Schwerpunkt
Praktische Philosophie (Ethik) inne. Sie
studierte Philosophie, Germanistik, Linguistik
und Psychologie an der Universität Göttingen.
Heute ist sie Vorstandsmitglied des Tübinger
Exzellenzclusters "Center for Integrative Neuroscience" (CIN).
1. Emotion als vorweggenommene Reaktion
02.05.2011, Georg Tatzel, WinnendenAuch "grundlose Emotionen" kann man in diesem Licht besser verstehen. Ich denke, unser Hirn extrapoliert sich nicht eine einzige Zukunft, sondern verschiedene Zukünfte mit verschiedenen Gewichtungen der Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Zukünfte. Wenn nun "im Licht besseren Wissens" diese Zukunft widerlegt ist, heißt das noch nicht, dass ihre Repräsentanz im Hirn gelöscht ist. Sie lebt weiter, je stärker sie war. Sie hat sozusagen Trägheit. Unser Hirn hat ja Erfahrung mit mehreren Repräsentationen und das so genannte "bessere Wissen" ist zunächst, in diesem Sinn, nur eine weitere Repräsentation von Zukunft, wenn auch, für die meisten Menschen, eine besonders starke. Mit diesem Ansatz kann man auch erklären, dass "eine Emotion uns dazu bewegt, ein Werturteil zu fällen, das wir andernfalls nicht gefällt hätten". Im "Huckleberry Finn"-Beispiel wird das sehr deutlich. Die "reine" Vernunft kann sich ja nur auf Bekanntes beziehen. Sie geht von Prämissen aus und versucht aus diesen Prämissen Folgerungen zu ziehen. Zu diesen Prämissen zählt, dass Jim als Sklave kein Recht auf Freiheit hat. In den extrapolierten Zukünften als Teil der vom Hirn, vielleicht unbewusst wahrgenommenen Realitäten liegen aber andere Prämissen (eigentlich das falsche Wort, denn sie sind ja noch nicht eingetreten: Kann man Postmissen sagen?) vor. In der Extrapolation liegt für Huckleberry ein anderes Leben, ein Leben in Freundschaft mit einem freien Jim, im Hirn vor.
"Emotionen erweitern unsere Vernunft" weil sie auf ein größeres Repräsentationsfeld als die "reine" Vernunft reagieren, auf die extrapolierte Zukunft. Erweitern heißt dabei sicher nicht immer "Verbessern", so ist das wohl auch im Artikel nicht gemeint gewesen. Ich vertrete hier nicht die Meinung, dass wir etwa irgendwie die Zukunft vorherwissen würden. Es geht mir überhaupt nicht um die Wahrsagerei. Vielleicht lassen sich meine Überlegungen nicht auf alle möglichen Emotionen anwenden. Vielleicht ist das aber auch möglich. Ich möchte es wenigstens für einige Emotionen versuchen. Trauer: Ich kenne das Leben mit einem Menschen. In meiner Vor-Stellung tauchen viele Erlebnisse mit diesem Menschen auf, die aber nun ohne diesen Menschen ablaufen. Die Lücke wird in das Bekannte hinein extrapoliert und so wird das Bekannte zum Fremden, das Schöne zum Hässlichen, das Angenehme zum Unangenehmen.
Ekel: Vor manchen Dingen haben wir instinktiv Ekel. Ich kann extrapolieren, was geschieht, wenn ich mit etwas Ekelhaftem in Berührung komme. Es ist unangenehm. Dieses unangenehme Gefühl nehme ich vorweg. Reue: Ich habe etwas Schlechtes getan, eine "Sünde". Dadurch habe ich die Zukunft verändert. Bestimmte Dinge, die ich gerne hätte, gibt es in meiner extrapolierten Zukunft so nicht mehr. Ich leide unter dem Fehlenden. Liebe: In meiner Vor-Stellung passiert so viel Schönes, Angenehmes, Wichtiges in meinem Leben mit dem geliebten Menschen. Emotionen entstehen also daraus, dass wir in unserem Hirn, dauernd, ohne es zu wollen, weil das Hirn eben so ist, Zukunft extrapolieren und bewerten. Sie sind sehr lebendig, weil wir nicht scharf zwischen solchen Repräsentationen und den Repräsentationen des Ist-Zustandes trennen können. Aber wir haben einen Sinn für den Zeit-Unterschied. Dieser Sinn macht Emotionen möglich. Emotionen sind ein Ausdruck unseres Zeit-Sinnes.
2. Wahrnehmungen sind Hirnprozesse
02.05.2011, Norbert Hinterberger, HamburgIch möchte hier ungeachtet dieser Wertschätzung allerdings eine alternative Argumentation präsentieren: eine reduktionistische Position (unter Nichtvernachlässigung emergentistischer Aspekte) zu den vorliegenden Problemen, die mir bisher zu wenig bis überhaupt nicht diskutiert scheint. Dazu gehört sehr prominent die These, dass es, was Erkenntnisversuche betrifft, nur einen graduellen Unterschied zwischen Denken und Fühlen gibt, keinen qualitativen, weil beides in einem Gehirn stattfindet, das diesen Unterschied in seinen kalkulativen Funktionen nicht kennt. Denken ist so gesehen klareres Fühlen bzw. Fühlen ist unklareres Denken. Es ist in dieser Sichtweise deshalb auch prinzipiell egal, ob wir durchgehend von Fühlen oder durchgehend von Denken reden wollen. Beides sind nur Formen der Konstruktionsversuche ein und derselben Kalkulation, die wir Wahrnehmung nennen (ob nun intro- oder extrospektiv). Daraus folgt trivial, dass es kein Denken ohne Fühlen und kein Fühlen ohne Denken gibt. Das sieht die Autorin anders. Sie glaubt an Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Gedanken. Man kann das als Sprechweise natürlich beibehalten, weil der Identismus recht sperrige Ausdrucksweisen liefern müsste (etwa: der Hirnprozess H1 hat gerade den Hirnprozess H2 auf die Weise W3 beeinflusst und das ist äquivalent mit dem Gedanken G4 … oder dergl.).
Auf diskreter Ebene sollte man sich allerdings klarmachen, dass es Wechselwirkungen nur zwischen verschiedenen Hirnteilen bzw. -prozessen gibt. Es handelt sich dabei immer um Kalkulationen: Mehrheits- und Stärkegewichtungen neuronalen Feuerns, welches wir dann auf widerstreitende Meinungen ein und derselben Person abbilden abzubilden hätten. Bildhaft denke ich an eine Skala von sehr primitiven bzw. elementaren Kalkulationen, die wir gewöhnlich Emotionen nennen (Hunger, Durst etc.), die sozusagen hochführt über einen Bereich, den wir gewöhnlich Denken nennen bis es am anderen Ende wieder zu dem führt, was wir diesmal allerdings als hochwertige bzw. komplexe Emotionen bezeichnen würden. Man weiß von vielen Wissenschaftlern, dass ihnen das letzte Glied in einer Theoriebildung etwa im Schlaf geliefert wurde …, also aus einer arg gefühlvollen Welt – das Wachbewusstsein hatte sich da offenbar zu sehr verkrampft. Wenn wir akzeptieren, dass es kein Gefühl ohne ratiomorphe Struktur gibt, sollte uns das nicht mehr so sehr überraschen. Aus dieser Charakterisierung folgt, dass es gleichgültig ist, ob wir Hirntätigkeiten durchgehend als Fühlen oder durchgehend als Denken bezeichnen. Diskret geht es offenbar nur um Intensitäten von Wechselwirkungen bestimmter Hirnprozesse.
Döring kennt „ein ganzes Spektrum emotionaler Einflussnahme auf unsere Vernunfturteile und Handlungen. Interessant wird es dann, wenn eine Emotion uns dazu bewegt, ein Werturteil zu fällen, das wir anderenfalls nicht gefällt hätten, oder eine Handlung auszuführen, die unserem überlegten Vernunfturteil widerspricht.“ (S. 67)
Eine neutralere Beschreibung, die keinen Unterschied zwischen Denken und Fühlen macht, könnte lauten: In unseren Engrammen oder in neu hereinkommender kultureller Information können wir Korrekturverwertbarkeit an älteren Urteilen entdecken. Das kann sich subjektiv sicherlich sehr gefühlvoll bemerkbar machen, aber ohne eine entsprechende Wertreputation des jeweiligen Gefühls würden wir unser altes Urteil nicht ändern. Diese Emotion muss also mit einem sensibleren Werturteil identisch sein. Wir würden ein altes Vernunfturteil nicht ändern, wenn es sich bei der Emotion nicht um ein Werturteil handelte, das auch unsere Vernunft mehr überzeugt als unser älteres Werturteil. Denn unsere Vernunft muss in diesem Fall ja damit befasst sein, die Integrität unseres Wertesystems zu erhalten. Ein sensibleres Werturteil gegenüber einem unsensibleren ist dann so ein Vernunftgrund. Döring hat diese Problematik an ‚Huck Finn’ exemplifiziert. Der Unterschied zu meiner Argumentation ist nicht unerheblich.
Wahrnehmungen sind Hirnprozesse – auch wenn das manchmal in Vergessenheit gerät, weil man bei dem Begriff ‚Wahrnehmung’ wohl häufig rein intuitiv erst einmal an die Sinne bzw. an Sinnesreize denkt. Aber Wahrnehmungen sind mehr oder weniger bewusste Interpretationen von Sinnesreizen, denn hier wird ja tatsächlich etwas für ‚wahr’ genommen bzw. gehalten. Es handelt sich also um Erkenntnisversuche (anthropomorph sind es dann eben Urteile oder Vorstellungen).
Döring schreibt über die Position, die auch sie vertritt, sie betone „die Analogie zwischen Emotionen und Wahrnehmungen – oder setzt sie sogar gleich.“ (S. 66) Das ist natürlich einigermaßen disjunktiv formuliert. Ich weiß überdies nicht, ob sie mir in meine Definition von ‚Wahrnehmung’ folgen mag. Täte sie es, und setzte sie Emotionen und Wahrnehmungen tatsächlich gleich, könnte sie Antonio Damasios Identismus von Körperprozessen und Emotionen eigentlich gar nicht mehr vermeiden. Man kann vielleicht schon an dieser Stelle festhalten, dass rein geisteswissenschaftlich inspirierte Begriffsstapel (Gefühl, Emotion, Feeling) terminologisch überflüssig werden, weil sie funktionell allesamt hirnorganisch vorhanden sind. Deshalb stellen wir uns einfach alle mal vor, wir müssten plausibel zum Identismus argumentieren. Döring hat den Begriff Gefühl dichotomisiert in Emotion und Feeling. Das sollten wir dann nur noch als materielle Wechselwirkungsphänomene in unseren Gehirnen/Körpern betrachten. Wir sagen dann auch konsequent: wir SIND unsere Gehirne/Körper – nicht, dass wir welche ‚haben’ … Emotionen haben wir – nun, als brandneue Identisten - schon als hirnorganisch bzw. körper-intrinsisch anerkannt. Bleibt also das ‚Feeling’ als typischer Vertreter der subjektiven Erfahrung. Ich finde, das betrachten wir jetzt, wo wir schon dabei sind, ebenfalls nur noch als die Art, wie wir unsere Hirnprozesse plus Körperprozesse ‚wahr’-nehmen. Ob wir das als Bewusstsein bezeichnen wollen, ist hier nicht weiter interessant, denn auch das Bewusstsein (auch in seiner introspektiven Variante übrigens) ist nur ein Erkenntnisversuch unter anderen.
Aus der Physik ist uns bekannt, dass nur Gleiches mit Gleichem wechselwirken kann. Die Physiker meinen damit, dass Materie nur auf Materie wirken kann – insbesondere nicht auf ‚Substanzen’ die noch nirgends gefunden wurden, also etwa ‚nichtmaterieller Geist’ oder dergl. Umgekehrt gilt das natürlich genauso. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass alle Wechselwirkungen in unserem Universum und damit auch in uns materieller Art sind. Wem der Begriff der Materie auch noch zu idealistisch oder schlicht nicht diskret genug erscheint, der kann hier von Energie-Masse-Wechselwirkungen sprechen. Die Diskretion dieser Sprechweise wird von E=mc2 prominent garantiert – egal, ob man nun eher Strings oder die Teilchen des Standardmodells als Ansprechpartner bevorzugt.
Aber machen wir weiter mit der Biologie: Wir betrachten jetzt einfach mal Gedanken, Urteile, Vorstellungen, Emotionen und Feelings als informational äquivalent und als unsere Art bzw. unseren Subjektivismus, bestimmte Wechselwirkungen in unserem Gehirn/Körper wahrzunehmen. Dann können nämlich allesamt als bloß unterschiedliche Grade von Wahrnehmung betrachtet werden, jedenfalls nicht als Entitäten, die eine andere Qualität hätten als jede beliebige unbewusste Wechselwirkung in unseren Gehirnen/Körpern. Der einzige Unterschied ist, dass die oben genannten mit mehr oder eben weniger Bewusstsein verknüpft sein müssen. Für dieses Bewusstsein benötigen wir aber ebenfalls keine Extra-Entitäten – wir können es diskret, also ohne redundante geisteswissenschaftliche Begrifflichkeiten, als stärkeres neuronales Feuern (als es etwa bei unbewussten Wechselwirkungen auftritt) und im Zusammenhang komplexerer neuronaler Vernetzung betrachten. Wenn wir Gedanken und Urteile auf ihren deduktiven Kalkulationscharakter reduzieren, können wir überdies auch andere höhere Tiere mitnehmen. Wenn wir auch noch Vorstellungen, Emotionen und Feelings auf ihre deduktive Kalkulationssystematik reduzieren, können wir ALLE Lebewesen mitnehmen, bis hinunter zum Einzeller. Sie alle können sich in der Umwelt orientieren. Orientierungsfähigkeit impliziert aber wenigstens irgendeine (rudimentäre) Form von Erkennungs- bzw. Erkenntnisfähigkeit. Wer nicht recht weiß, wo er diese Kalkulationssystematik (in Form eines gewissermaßen in der ganzen Zelle verteilten Erkennungs-‚Apparates’) in Einzellern verorten soll, kann in der molekularen Zellbiologie die Erfahrung machen, dass die DNA von ihrer zelleigenen Enzymatik (die außerdem über Rezeptoren mit der Umwelt wechselwirkt) etwa so kalkulativ gesteuert wird wie ein Rechner/Roboter von seiner Software, nur wesentlich plastischer, denn ein Einzeller muss nicht auf die jeweils neusten Chips von IBM warten. Er gestaltet seine ‚Chips’ über enzymatisch rezeptorielle Umweltwechselwirkung und über das enzymatische ‚An- und Abschalten’ bestimmter Gene (Polymerasen, also die ‚Leser’ der Gene, sind ebenfalls Enzyme). Die Mutationen sind natürlich zufällig, aber das Bedienen oder Unterdrücken bestimmter Gen-Befehle wird enzymatisch über die vorliegenden Informationen (Moleküle) in den Zellmembran-Rezeptoren oder im eigenen Plasma gesteuert.
Nachdem wir diesen reduktionistischen Weg gegangen sind, nehmen wir uns noch kurz den emergentistischen Weg in der anderen Richtung vor. Wenn wir beim Aufsteigen von den Elementarteilchen, Atomen, Molekülen und schließlich den biologischen Zellen zu immer komplexeren biologischen Systemen gelangen, also zu immer stärkeren ‚Summenüberhängen’ der entsprechenden Emergenzen, können wir sehen, dass es sich hier um einen reinen Funktionszuwachs handelt, denn die Anzahl der Teilchen bzw. ihre Energieerhaltung bleibt ja immer die gleiche. Und nur dieser Funktionszuwachs ist gemeint, wenn man im Zusammenhang der Emergenzen davon spricht, das ‚das Ganze mehr sei als die Summe seiner Teile.’ In Bezug auf die Teilchen oder die Energien ist dieser Satz natürlich falsch. Er wird erst wahr, wenn wir den Zuwachs an Funktionen bzw. den Zuwachs der Eigenschaften des Systems als Ganzes ansprechen. In einer Autowerkstatt findet man alle Autoteile einzeln. Aber wir wissen, dass die erst in der geeigneten Form zusammengesetzt fahren können. Wir sehen also, die Emergenzen eines Systems hängen von seiner (immer in der einen oder anderen Form fließenden) Kombinatorik ab. Jetzt sehen wir auch, dass die emergente Beschreibung nicht im ‚Widerspruch’ zur reduktionistischen steht, sondern durch ihre Komplementarität die nötige Klarheit in den Energie- und in unserem Fall in den biologischen Wechselwirkungs-Reduktionismus bringt.
Zu meinem biologischen Lieblingsthema, den deduktivistisch strukturierten Kalkulationen schon der Einzeller in ihrer (selbstverständlich unbewussten) Umweltorientierung, bin ich nur so kurz hinabgestiegen, wie wir es für diese Diskussion benötigen – im Hinblick auf die evolutionär relevanten Aspekte bei der Entwicklung von biologischen Erkenntnisapparaten. Wir sollten uns klarmachen, das Neuronen sich, bis auf ihre neuronalen Zutaten, nicht von andern Zellen unterscheiden, auch nicht sonderlich von Einzellern. Bleiben wir mal bei den Eukaryonten. Es gibt sie als Einzeller mit membranisiertem Zellkern. Unsere Gehirnzellen und unsere Körperzellen sind aber ebenfalls Eukaryonten. Es scheint also eine direkte Evolution vom ‚Einzeller zu Einstein’ (Popper) zu geben, in der nichts weggeworfen wird, was gut funktioniert. Wir sollten also vielleicht ein bisschen vorsichtiger damit sein, immer wieder völlige Neuheiten bzw. Andersartigkeiten in Entitäten zu sehen, die eigentlich nur immer wieder neu kombiniert werden. Wir können diesen Gedanken vielleicht ganz gut auf unser Gehirn und unsere Art mit ihm die Welt und damit auch uns wahrzunehmen abbilden. Scheint es nicht vernünftiger, unsere Gedanken, Urteile, Emotionen etc. als permanent fließend veränderte Kombinatorik unserer Gehirn-Körper-Wechselwirkungen zu verstehen? Wir sparen uns damit unnötige und wohl auch irreführende Dualistik oder gar Trialistik in der gesamten Erkenntnisproblematik.
Ich hoffe hier gezeigt zu haben, dass man in den vorliegenden Problemzusammenhängen wesentlich reduktionistischer werden kann, ohne emergente Funktionsstufen des Gehirns zu vernachlässigen. Emergentistische und reduktionistische Beschreibungen werden immer noch gern gegeneinander ausgespielt – ohne tragende Argumente dazu. Versteht man, dass sie komplementär formuliert werden müssen, um in einer eindeutigen Erklärung aufgehen zu können, kommt man einem nichtnaiven Identismus schon wesentlich näher.
3. Erziehung und Rationalität
11.05.2011, Martin Piehslinger, Wien"Denk doch logisch!"
"Ja, gescheites Kind!"
So wurden wir immer wieder belohnt und belohnen uns selbst für logisches Denken. Darum tun wir es. In anderen Kulturkreisen könnte diese Verknüpfung vielleicht weniger stark ausgeprägt sein.