Verkehr
Der simulierte Stau
Ein Stau aus dem Nichts verblüfft uns immer wieder, ebenso wie die Hartnäckigkeit von Staus, deren Ursache längst beseitigt ist. Simulationen, die das individuelle Verhalten der Autofahrer modellieren, zeigen, warum wir immer wieder auf der Straße fest stecken.
Dem Fahrer schießen da einige Fragen durch den Kopf: Warum fahren die Leute ganz vorn im Stau nicht einfach weiter? Könnten intelligente Maßnahmen zur Verkehrsbeeinflussung – oder sogar Änderungen des eigenen Fahrverhaltens –Staus verhindern oder wenigstens hinauszögern? Verkehrsdaten, mathematische Verkehrsflussmodelle und Simulationen geben Antworten auf diese Fragen. So gibt es zum Beispiel den "Stau aus dem Nichts" in Wirklichkeit gar nicht. Der Eindruck entsteht lediglich dadurch, dass Stauwellen stromaufwärts, also entgegen der Fahrtrichtung, wandern, so dass der Fahrer sie stets vor der Engstelle passiert, die den Stau ausgelöst hat. Nicht einmal die Pendelbewegungen des Stop-and-go-Verkehrs sind irrationalem Fahrverhalten anzulasten, sondern allenfalls einer gewissen Trägheit vieler Autofahrer.
Das heißt aber auch, dass jeder durch eine agilere Fahrweise selbst zur Steigerung des Verkehrsflusses beitragen kann


Martin Treiber studierte in Nürnberg an der
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Feinwerktechnik,
anschließend in Bayreuth Physik, wo er auch
1996 mit einer Arbeit über Instabilitäten in
nematischen Flüssigkristallen promovierte. Nach
Stationen in Santa Barbara, Tucson und Stuttgart
ist er seit 2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Wirtschaft und Verkehr an der
Technischen Universität Dresden.
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