Einblicke in die Nanowelt - Spektrum der Wissenschaft Spezial Physik - Mathematik - Technik 1/2012

Die Nanotechnologie ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch und wird das 21. Jahrhundert prägen. Schon heute hat sie Eingang in unseren Alltag gefunden. So sorgen winzige Noppen auf der Oberfläche von Materialien für den Lotuseffekt, der Fassaden und Kleider schmutzabweisend und selbstreinigend macht. In Autos helfen Nanoprodukte, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren und die Umwelt zu schützen. Zugleich erhöhen sie die Lebensdauer des Motors und bieten mehr Sicherheit und Komfort. Ein breites Anwendungsfeld für Nanomaterialien, das erst in Ansätzen erschlossen ist, liegt in der Elektrotechnik. Hier versprechen die Winzlinge wirksamere Energiespeicher, leistungsfähigere Batterien und vielseitigere Displays. Dieses Spektrum-Spezial bietet eine Sammlung wichtiger Artikel zum Thema Nanotechnologie aus Spektrum der Wissenschaft, die schlaglichtartig den Stand und die Zukunft dieses Gebiets beleuchten – und wie es unser aller Leben beeinflussen wird.
(24. Februar 2012)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhaltsverzeichnis

Motoren für Nanoroboter

Motoren für Nanoroboter

 
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Herkömmliche Antriebsmechanismen scheitern in der Nanowelt an den speziellen Bedingungen, die dort herrschen. Die Konstruktion von Motoren für Roboter auf dieser Größenskala ist deshalb eine besondere Herausforderung.
© Wilhelm Barthlott, Uni Bonn

Selbstreinigende Materialien

 
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Von der Fähigkeit der Lotuspflanze, Schmutz abzuweisen, haben Forscher gelernt, die Benetzbarkeit von Oberflächen zu variieren. Anwendungen reichen von Stoffen, auf denen Flecken keine Chance haben, über Spiegel, die nicht beschlagen, bis zu Badeanzügen, die nicht nass werden.

Lotuseffekt am seidenen Faden

 
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Damit Kleidung länger sauber bleibt und dennoch strapazier fähig, setzen Schweizer Forscher die Fasern einem Plasma aus.

Wiener Schnitzel aus der Atomfabrik

 
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Nanowasser – ein guter Tropfen

 
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Wie verhält sich Wasser, wenn es zu Nanotröpfchen aus wenigen Molekülen schrumpft?

Molekulare Spinne auf dem Vormarsch

 
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Gezielt hergestellte Strukturen aus der Erbsubstanz DNA sind zu einer Spielwiese für Nanotechnologen geworden. Jetzt konnten US-Forscher eine molekulare Spinne auf einer vorgezeichneten Route über ein "DNA-Origami" krabbeln lassen.

Eine Antenne für die Nanowelt

 
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Forscher haben eine winzige Version der bekannten Dachantenne erzeugt. Wegen ihrer Abmessungen empfängt und sendet sie Wellen allerdings nicht im Radio-, sondern im sichtbaren Spektralbereich. Damit könnte sie als Nano-Spotlight dienen.

Der Lichtfänger von München

 
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Liegt die Zukunft unserer Energieversorgung in einer Verschmelzung von Photonik und Nanotechnologie? Lukas Schmidt-Mende vom Center for NanoScience an der LMU München sieht darin eine Chance auf preiswerte Solarzellen für jedermann.

Interview: Die Dosis macht das Gift

 
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Winzige Teilchen sind Hoffnungsträger für die Industrie, denn im Nanometermaßstab zeigen Werkstoffe neue Eigenschaften. So dienen Titandioxid-Partikel (TiO2) von mehr als fünf Mikrometer Durchmesser...
Bits auf der Überholspur

Bits auf der Überholspur

 
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Winzige magnetische Bereiche, die auf Nanodrähten hin- und herrasen, haben das Potenzial, fast alle Arten bisheriger Datenspeicher zu ersetzen.

Kohlenstoffnanonetze für die Elektronik

 
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Aus einem Geflecht winziger Kohlenstoffröhren wird in den nächsten Jahren preiswertes elektronisches Gerät hervorgehen. Zu den jetzt schon absehbaren Anwendungen zählen gedruckte Solarzellen.

Winziges Energiepaket

 
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Im Vergleich zu Mikrochips wirken Batterien wie klobige Relikte aus den Urzeiten der Elektronik. Nanotechnik soll dem bald abhelfen.
© Volkswagen/Audi Design Center California

Wie Nano das Auto verändert

 
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Manche ihrer Vorhaben klingen nach Sciencefiction. Doch längst haben Nanowissenschaftler anwendungstaugliche Neuerungen hervorgebracht, die sich in vielen Alltagsgegenständen wiederfinden. Insbesondere die Automobilindustrie setzt auf eine breite Palette an Nanoprodukten – und hat noch viele Pläne in der Schublade.

Interview: Eine riskante Technologie?

 
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Nanowelt

Bewegte Bilder aus der Nanowelt

 
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Eine neue Abbildungstechnik erweitert das Elektronenmikroskop um die vierte Dimension: Ultrakurze Elektronenpulse liefern Serien von Schnappschüssen eines Untersuchungsobjekts – und gewähren bisher ungeahnte Einblicke in extrem schnelle Abläufe im Nanoreich. Erstmals lassen sich so auch Vorgänge im Inneren einer Zelle filmen.
Beugungsbild

Nanowelt im Röntgenlicht

 
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In Hamburg entsteht die wohl längste Lichtquelle der Welt: ein 3,4 Kilometer langer, unterirdischer Röntgenlaser. Mit Hilfe des European XFEL werden Forscher ab 2015 die Strukturen von Biomolekülen in kürzester Zeit aufklären und chemische Reaktionen live verfolgen können.
Helmut Dosch

Zukunftsbaustelle Photonenfabrik

 
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Helmut Dosch ist Chef des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), der Heimat des im Bau befindlichen Lasers European XFEL. Mit Gerhard Samulat und Reinhard Breuer sprach er über die Aussichten, die sich durch die Umwandlung des Hamburger Beschleunigerzentrums in eine "Fabrik" für Synchrotronstrahlung eröffnen.
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