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Wirbelstürme: Wie wird die Hurrikansaison 2014?

Die Bewohner der Karibik und der US-Küsten könnten dieses Jahr glimpflich davonkommen. Die Bedingungen für Stürme sind eher mau.
Hurrikan

Die Hurrikansaison 2014 könnte relativ schwach ausfallen und die Menschen in der Karibik und am Golf von Mexiko weit gehend vor schweren Wirbelstürmen verschonen. Das deutet eine Analyse von Phil Klotzbach von der Colorado State University und seiner Kollegen an. So herrschen zur Zeit in der Atmosphäre starke Scherwinde, die die Konvektion feuchtwarmer Luftmassen in große Höhen erschweren und so einem potenziellen Hurrikan ebenso die Energie entziehen wie die unterkühlten Bedingungen im Atlantik und der Karibik: Die Wassertemperaturen liegen unter dem langjährigen Mittel. Dazu kommen relativ trockene Bedingungen in der mittleren Atmosphäre, die ebenfalls die Entwicklung von Wirbelstürmen hemmt. Und schließlich erwarten die Klimaforscher weiterhin einen – schwachen bis gemäßigten – El Niño während der hauptsächlichen Hurrikansaison im Sommer und frühen Herbst: Statt kaltem Wasser vor der südamerikanischen Pazifikküste breitet sich dort warmes aus, was wiederum die Windverhältnisse in der Atmosphäre zu Ungunsten der Wirbelstürme beeinflusst.

"Bislang ähnelt die 2014er-Saison an die Jahre 1957, 1986, 1993, 2002 und 2009, als die Aktivität ebenfalls unterdurchschnittlich ausfiel", so Klotzbach. In den nächsten Monaten erwarten sie noch neun größere Stürme, von denen drei zu einem Hurrikan werden könnten – und wiederum einer davon zu einem Wirbelsturm der drei höchsten Kategorien. Mit "Arthur" zog bereits Anfang Juli ein Hurrikan durch die Region. Insgesamt basiert die Auswertung auf einer 60-jährigen Datenreihe zu verschiedensten klimatischen und ozeanografischen Faktoren.

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