Themenseite | 25.02.2009

Krankheiten durch fatale Falt-Fehler

Prionen

Das Kürzel BSE löst nach wie vor einen Schauer aus. Längst sind die Übeltäter des "Rinderwahnsinns", vor dem wohl auch der Mensch nicht gefeit ist, überführt: fehlgefaltete Proteine, auch bekannt unter dem Namen Prionen. Doch wie wird aus einem harmlosen Eiweiß ein gefährlicher Krankheitserreger? Die aktuellsten Forschungsergebnisse hat spektrumdirekt für Sie zusammengestellt.

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Prionen

Prionenerkrankungen

Ein klassischer Tod

Die BSE-Krise in den 1990er Jahren lenkte die Aufmerksamkeit auf merkwürdige, bis dahin kaum beachtete Krankheitserreger: Prionen. Dabei wüteten die fehlgefalteten Proteine bereits ein halbes Jahrhundert zuvor auf Papua-Neuguinea unter dem Namen Kuru. Doch der "lachende Tod" - übertragen durch... » weiter

Prionenkrankheiten

Brüchige Umfalter

Prionen sind weiter verwirrend: Obwohl sie aus gleichen Bausteinen aufgebaut sind, können sie in zwei ganz unterschiedlich aussehenden und wirkenden Formen vorkommen. Auch, zu allem Überfluss, in allen möglichen Halbformen zwischen krankmachender und normalgesunder Variante? » weiter

Zellbiologie

Rehabilitation eines bösen Proteins

Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass Prionen - der biochemische Inbegriff des Bösen - auch zu etwas nütze sind: Zum Beispiel als Förderer für neuen Hirnschmalz. » weiter

Zellbiologie

Hilfreiches Übel

Prionen gelten als Inbegriff des Bösen. Stammzellen - zumal in der adulten Form - genießen dagegen einen guten Ruf als Quell des Lebens. Und doch können die einen nicht ohne die anderen. » weiter

Anthropologie

Genetischer Freispruch

Vor drei Jahren präsentierten britische Forscher Hinweise auf wenig schmeichelhafte Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren: Die Verteilung einer Prionen-Gen-Version lasse darauf schließen, dass wir alle von Kannibalen abstammen. Doch jetzt regt sich Widerspruch gegen die makaber anmutende... » weiter
RNase A

Biochemie

Klein und gemein

Prionen heißen die merkwürdigen Proteine, die sich in gefährliche Krankheitserreger verwandeln können. Doch nicht nur bei Rinderwahn und Co, auch bei anderen neurodegenerativen Krankheiten spielen umgefaltete Proteine eine üble Rolle. » weiter
Prionen

Prionenerkrankungen

Formlos uninfektiös

Seit geraumer Zeit ist umstritten, wie die Auslöser des Rinderwahnsinns zu denen der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung beim Menschen werden. Offenbar spielt die genaue Passform des Erregereiweißes eine Rolle bei der Invasion artfremder Opfer. » weiter

Prionenerkrankungen

Verhinderer falschen Faltenwurfs

Die ersten Opfer von Prionenerkrankungen sind körpereigene Prionen. Wenn diese sich umfalten, ist die Krankheit nicht mehr aufzuhalten. Wann sie sich umfalten, bleibt allerdings eher rätselhaft. » weiter
Prionen

Prionen-Hypothese

Späte Genugtuung

Lange galt sie als unbewiesene Theorie, die zu früh mit einem Nobelpreis geehrt wurde: die Prionen-Hypothese. Doch jetzt gelang es Stanley Prusiner tatsächlich, Mäuse mit Proteinen zu infizieren. » weiter
Prion

Risikobewertung

Wahn und Wirklichkeit

Jahrelang propagierte die britische Regierung trotz BSE-Krise die Sicherheit von Rindfleisch. 1996 war das Versteckspiel vorbei - die Übertragung von BSE auf den Menschen war bewiesen. Der Vertrauensverlust der britischen Bevölkerung in Politik und Wissenschaft wirkt bis heute nach und hat zu einem... » weiter
Prionen

Der Beweis

Wer ein Dogma in Frage stellt, gewinnt damit nicht nur Freunde. Diese Erfahrung musste auch Stanley Prusiner machen, dessen Prionen-Hypothese heftigen Widerstand erntete. Doch zunehmend mehren sich die Hinweise, die ihm Recht geben. » weiter
Hippocampus

Urteil: Nicht ganz unschuldig

Trotz aller Konkurrenz an schlechten Nachrichten: Aus den Schlagzeilen lassen sich BSE und Co offenbar nur schlecht verdrängen, siehe die jüngsten Fälle in den USA. Neue Erkenntnisse über den Krankheitsauslöser sollten da beruhigen - oder doch nicht? » weiter
Aplysia punctata

Gar nicht so übel

Prionen genießen wahrlich keinen guten Ruf, sind mit ihnen doch tödlich endende Leiden wie Rinderwahnsinn oder Creutzfeldt-Jakob-Krankheit verbunden. Doch jetzt gibt es Hinweise für eine nützliche Funktion dieser umgefalteten Proteinstrukturen. » weiter
Prion

Vertauschte Rollen

Die Idee erschien zunächst absurd: Proteine vermehren sich ohne Nucleinsäuren. Doch mittlerweile ist die Prionen-Hypothese allgemein akzeptiert. Allerdings könnten Nucleinsäuren dabei doch ein Wörtchen mitreden. » weiter
Alte Essgewohnheiten

Alte Essgewohnheiten

Sie erscheinen als ein Produkt unserer heutigen Zeit: Prionenerkrankungen. Doch vermutlich begleiten uns die tödlichen Fehlfaltungen seit Anbeginn der Menschheit - und zeugen von einem frühen Appetit auf Menschenfleisch. » weiter
Prionen-Dimer

Faltung wahren

Prionen verwandeln die Gehirne von Mensch und Tier in schwammartige Gebilde. Doch wie vermehren sich infektiöse Eiweiße, die anscheinend keinerlei Erbsubstanz zur Vermehrung besitzen? » weiter
Prionen

Die Langsamkeit der Entdeckung

Um krankmachende Prionen zu stoppen, könnte man sie durch einen undurchdringlichen Antikörperwall vom Rest des Körpers abschirmen. Neue Wallbausteine aus Mäusen und ihr scheinbar erfolgreicher Einbau machen nun Hoffnung. » weiter

Faltkunst-Fehler

Prionen umranken, im Vergleich zu Viren und Bakterien, noch viele ungelöste Rätsel. Was sie infektiös werden lässt, scheint nun immerhin Konturen zu bekommen. Zellen können sich dagegen offenbar schützen - durch Selbstmord. » weiter

Ein erster Erfolg

Auch wenn die Rinderseuche BSE nicht mehr die Schlagzeilen bestimmt, sucht die Forschung weiterhin nach Mitteln gegen die tödlichen Prionen. Jetzt zeigt sich ein erster Erfolg. » weiter

Verzögerter Angriff der Prionen

Die Impfung mit einem genetisch abgewandelten Prion verzögert den Ausbruch von Demenzerkrankungen bei Mäusen. » weiter
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szmtag