szmtag
Spektrum der Wissenschaft spektrumdirekt Sterne und Weltraum Gehirn&Geist epoc SciLogs WIS wissenschaft-online naturejobs
 
Magazin | 01.12.1998

Was kann Wissenschaft von morgen beflügeln?

Dr. Axel Sütterlin
Universitäten und ihre Pressestellen sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie künftig besser als Vermittler zwischen Forschung und Öffentlichkeit wirken wollen. Kommunikationsspezialisten nahmen ihr Metier auf einer Tagung selbstkritisch unter die Lupe.
Feiert Ihr Fachbereich Triumphe, weil ihm der Sieg über die Verwaltung gelungen ist und jetzt das neue Faxgerät installiert werden kann? Hüpfen Sie auf einem Bein, wenn Ihr Forschungsmagazin jetzt durchgehend farbig gedruckt werden darf? Kennen Sie viele, die hochwertige Arbeit bei schlechtem Honorar leisten? Dann müssen Sie an einer deutschen Hochschule arbeiten.

Die ganze Welt spricht vom Zeitalter rasanten Informationsaustauschs, von der Kommunikation als alleinigem Schlüssel zum – nicht nur finanziellen – Erfolg auf den globalen Märkten. Früher gehörte Klappern zum Handwerk, heute braucht es größeren Lärm. Doch eine wirkungsvolle Public-Relations-Strategie erfordert zunächst einmal Geld. Wie man dieses beschaffen kann, machen ausländische Universitäten vor. Englische Hochschulen zum Beispiel betreiben Büros auf dem nordamerikanischen Kontinent, um Absolventen zur finanziellen Unterstützung zu bewegen; ein Teil der Einnahmen verbleibt für neue PR-Aufgaben. Geschicktes Marketing an einer niederländischen Universität bringt Umsätze in Millionenhöhe; der Gewinn kommt vollständig der Öffentlichkeitsarbeit zugute. Und Hochschulen in Italien lagern die PR-Abteilungen als Kommunikationsgesellschaften aus, die sich zur Gänze selbst finanzieren.

In Deutschland ist das anders: Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Klaus Landfried, nimmt schon mal das Wort vom Dilettantismus in den Pressestellen in den Mund. Für ihn sind deutsche Hochschulen Republiken von Amateuren, die – kommt man ihnen zu nahe – aufschreien wie die Kapitolinischen Gänse. Auf die Fahnen der obersten Instanz der Hochschulpolitik hat er deshalb das Engagement für bewußtere Öffentlichkeitsarbeit geschrieben.

Landfried muß wissen, wovon er spricht, denn insgeheim gilt seine Liebe dem Journalismus, wie er auf der Tagung EUPRIO '98 an der Universität Heidelberg eingestand. Knapp 250 Kommunikationsexperten von europäischen Universitäten aus 23 Ländern trafen sich vergangenen Septembe
TEXT Sie können den Artikel als HTML-Datei abrufen (nur Text):
Artikel in der Datei:
Was kann Wissenschaft von morgen beflügeln?

Datei abrufen
Der vollständige Artikel ist erschienen in
» Spektrum der Wissenschaft, 12 / 1998
LESERBRIEFE

Leserbrief schreiben

zu 'Was kann Wissenschaft von morgen beflügeln?'
nicht artikelbezogen

wird nicht angezeigt
E-Mail-Adresse darf angezeigt werden
Beitrag darf veröffentlicht werden
Folgende Zahl bitte eingeben.
Anzeige
 

Der Artikel "Was kann Wissenschaft von morgen beflügeln?" ist erschienen in Spektrum der Wissenschaft 12 / 1998

Anzeige
 
Anzeige
 
Lesershop
Stoßprozesse: Energie, Impuls und das geeignetste Bezugssystem • Planeten: Keplers III. Gesetz bringt alles auf die Reihe • Optik und Kinematik: Rollkurven, Brennpunkte und die Mandelbrot-Menge • … »
 
Abonnement
Science-Shop
Evolution zum Hören mit Beiträgen aus "Spektrum der Wissenschaft" »
 

Science Jobs der Woche


Mehr Jobs von naturejobs.com und Spektrum der Wissenschaft finden sie hier.
 

Spektrum finden Sie auch hier



 

DenkMal

Welche nützliche Methode fiel Kary Mullis bei einer nächtlichen Fahrt auf einer einsamen Bergstrasse ein? Ein Verfahren…
zum Nachweis von spezifischen Krankheitsantigenen
zur Herstellung von Ammoniak
zur Vervielfältigung von DNA-Abschnitten
zum Sichtbarmachen von radioaktiver Strahlung
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
Impressum - AGB - Datenschutz - Spektrum Custom Publishing
Internationale Ausgaben:
Brasilien | Frankreich | Italien | Spanien | USA | mehr...