Tierversuche
Ersatz für Tierversuche - nicht nur zum Tierschutz
Neue intelligentere Prüfverfahren reduzieren den Verbrauch und das Leid von Versuchstieren. Dadurch werden die Sicherheitstests sogar zuverlässiger.
Zwei Jahre zuvor hatte eine amerikanische Umweltvereinigung darauf aufmerksam gemacht, dass von den meisten in den USA gemeinhin verwendeten Chemikalien keine ausreichenden Daten über ihr Gefahrenpotenzial für Gesundheit und Umwelt existierten. Nur zu vielleicht jedem vierten der etwa hunderttausend gebräuchlichen Stoffe lag eine hinreichende Risikobewertung vor. Dem Aufruf schlossen sich sowohl die US-Umweltbehörde »Epa« als auch der Vorläufer des heutigen amerikanischen Chemieindustrieverbands an. Gore war es dann gelungen, Umweltaktivisten, Behörden und Industrie zusammenzubringen und jenes Programm ins Leben zu rufen: Für die 2800 Chemikalien, von denen die USA jährlich über umgerechnet rund 450 Tonnen produziert oder importiert, sollten Mindestsicherheitsprüfungen erfolgen.


Alan M. Goldberg und Thomas Hartung sind Toxikologen. Goldberg leitet das Zentrum für Tierversuchsalternativen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (Maryland). Hartung, der auch an der Universität Konstanz lehrt, ist Leiter des Europäischen Zentrums für die Validierung von alternativen Methoden zu Tiertests (Ecvam) in Ispra, Italien, ein Teil der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Goldberg berät die Xenogen Corporation in Alameda (Kalifornien). Hartungs Pyrogen-Test wird von den Charles River Laboratories in Massachusetts als Lizenz eines Technologiezentrums an der Universität Konstanz vertreten.
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1. Paradigmenwechsel erforderlich
31.01.2007, Dr. med. vet. Corina Gericke, Ärzte gegen Tierversuche e.V.,Braunschweig
So ist es allenfalls als Zwischenschritt anzusehen, wenn beim LD50-Test nicht mehr 140, sondern "nur" noch 16 Tiere zu Tode gequält werden. Eine grausame und falsche Methode wird nicht dadurch besser, dass weniger Tiere eingesetzt werden. Es ist absurd, wenn sich neue, aussagekräftige Testmethoden, an der schlechten, erwiesenermaßen unzuverlässigen Methode Tierversuch aus dem vorletzten Jahrhundert messen lassen müssen, um anerkannt zu werden.
Tierversuche müssen abgeschafft werden, um den Weg frei zu machen für eine fortschrittliche, ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Forschung und Medizin.
2. Hohn und Aggression
07.02.2007, Ao. Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kompatscher, Innsbruck, ÖsterreichMit besten Grüßen und der Bitte um weitere Berichte über Alternativen zur Tierausbeutung,