Autismus und Spiegelzellen
Lesen Sie zum Thema Autismus und Spiegelzellen den Artikel Der blinde Spiegel des Autismus in Spektrum der Wissenschaft, Ausgabe April 2007. Auch im Spektrum-Talk 23 geht es um Mitfühlende Gehirnzellen.
Autismus und Spiegelzellen
Autismus mag viele Ursachen haben. Michael Springer beschreibt zwei mögliche Erklärungen von Vilayanur Ramachandran: die Spiegelneurone und die Salience-Landscape-Theorie. In den Nachrichten: Superhelden und mitfühlende Roboter.
Lesen Sie zum Thema Autismus und Spiegelzellen den Artikel Der blinde Spiegel des Autismus in Spektrum der Wissenschaft, Ausgabe April 2007. Auch im Spektrum-Talk 23 geht es um Mitfühlende Gehirnzellen.



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1. Spieglein, Spieglein … Spiegelzellen als Hirn-Mythos?
24.09.2008, Werner Hahn, GladenbachDass Menschen andere nachahmen, wird auf funktionierende Spiegelneurone zurückgeführt. Man nimmt an, dass deren Funktion bei Autisten eingeschränkt ist. Bei Autismus als einer Form der Beziehungsarmut und des Einkapselns in eine eigene Welt sei es nicht so, dass autistische Kinder zielgerichtete Bewegungen nicht wie gesunde Kinder ausführen können: Sie könnten sie „genauso gut“ imitieren – „teils sogar besser“, berichtet der Psychologe Rolf Degen in „bild der wissenschaft“ (11/2007).
Eine Forschergruppe um die Neuropsychologin Antonia Hamilton vom Darthmouth College in den USA habe bewiesen, dass keine Störung des Spiegelneuronensystems die Ursache für Autismus sei. Nach Degen sei es „übertrieben“ anzunehmen, in den Spiegelzellen „die Basis für Imitation, Altruismus, Sprache und Kultur zu sehen“. „Wahrheit“ in Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus werde gefordert, kein „Hirnmythos“!