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Magazin | 24.08.2007
ROBOTER

Rollen mit Ballbots

Ralph Hollis
Roboter, die sich nicht auf zwei Beinen, sondern auf einer Kugel fortbewegen, könnten hinreichend mobil sein, um einmal auch Menschen im Alltag zu unterstützen.
Unwiderstehlich scheint für viele der Traum vom intelligenten, mobilen Roboter, der Menschen im Alltag zu Hause, im Büro oder im Krankenhaus zur Hand geht. Obwohl dies ein uraltes Lieblingsthema von Sciencefiction-Autoren und Robotik-Forschern ist, scheint das Ziel immer noch in ferner Zukunft zu liegen.

Ingenieure haben fundamentale Probleme damit zu erkennen, wie Roboter ihre Welt wahrnehmen und abbilden, welche Schlussfolgerungen sie dabei nach welchen Regeln ziehen, wie sie mit Gegenständen umgehen und wie sie sich fortbewegen. Immerhin wurden inzwischen Roboter konstruiert, die sich durchaus nützlich machen können. 2002 setzte eine Forschergruppe am Eingang des Gebäudes in Edmonton (Kanada), in dem gerade die Amerikanische Gesellschaft für Künstliche Intelligenz tagte, einen Roboter ab.

Zügig fand die gewitzte Maschine den Weg zum Anmeldeschalter, schrieb sich für die Konferenz ein, ließ sich einen Vortragsraum zuweisen, begab sich zu dieser Veranstaltung und hielt zum vereinbarten Zeitpunkt einen kleinen Vortrag über sich selbst. Andere Roboter haben zwischenzeitlich effektiv als Museumsführer gedient, andere leisten nützliche Dienste als Krankenpflegehilfen. Computerwissenschaftler und Ingenieure haben mobile Systeme mit Armen und Händen zur Handhabung von Gegenständen ausgerüstet. All diese Versuchsapparate bewegen sich auf drei oder vier Rädern. Konstrukteure nennen diese Konfigurationen »statisch stabil«, weil sie den Roboter auch in Ruhestellung aufrecht halten. Roboter, die groß genug sind, um sich in menschlicher Umgebung zu bewegen, haben jedoch einen hoch gelegenen Schwerpunkt und dürfen, um nicht umzukippen, nur langsam beschleunigen oder bremsen. Deshalb tendieren statisch stabile Roboter zu breiten Körpern auf breitem Radstand; solche plumpen Formen sind aber für ihre Fortbewegung durch Türen und um Möbel oder Menschen herum eher hinderlich.

Vor einigen Jahren beschloss ich daher, das Problem mit den breiten Radständen einfach zu umgehen.
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» Spektrum der Wissenschaft, September 2007
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