Neue Arten im Dutzend
Das Verbreitungsgebiet vieler dieser Tiere ist sehr klein. Biologen bezeichnen das als Mikroendemismus – auf Madagaskar ein typisches Phänomen, weil die wenigen verbliebenen Wälder oft weit voneinander entfernt und durch unfruchtbare Steppengebiete getrennt sind, die für die Insekten ein unüberwindbares Hindernis darstellen. So entwickelten sich in verschiedenen Wäldern zum Beispiel eigene Arten von Riesenkugeltausendfüßern, die sich komplett zur Kugel einrollen und die Größe einer Apfelsine erreichen können.
Die neuen Funde belegen einmal mehr eindrucksvoll die erstaunliche Biodiversität Madagaskars. Das Artenparadies im Indischen Ozean erscheint jedoch dem Untergang geweiht: Mit jedem kleinen Wald verschwindet ein eigener Mikrokosmos für immer von der Erdoberfläche.



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