Glaziologie
Gletscherschwund am Kilimandscharo
Ernest Hemingway machte den Schnee auf dem Kilimandscharo berühmt. Inzwischen gilt seine schrumpfende Eiskappe als Kronzeuge für den Klimawandel. Zu Unrecht, wie eine sorgfältige Analyse offenbart.
Zweifellos stimmt, dass eine Verbindung zwischen Gletscherschwund und Klimawandel besteht. Doch sind die physikalischen Hintergründe komplizierter als allgemein angenommen. Nicht immer trägt die Erderwärmung die Hauptschuld an der Schmelze. Ein eklatantes Beispiel bietet das


Georg Kaser ist außerordentlicher
Professor am Institut für Geographie
der Universität Innsbruck. Er
hat Gletscher rund um den Erdball
untersucht – speziell solche in den
Tropen. Derzeit ist er Präsident der
International Association of Cryospheric
Sciences in der Internationalen
Union für Geodäsie und Geophysik. Von
ihm und Henry Osmaston ist 2002 das
Buch "Tropical Glaciers" erschienen.
Philip W. Mote ist Professor
für Atmosphärenforschung an der
Universität von Washington in Seattle.
Er hat 2000 ein Buch über Klimasimulationen
publiziert. Zusammen mit
Kaser war er Hauptautor für den vierten
Bericht des UN-Klimarats IPCC.
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