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Magazin | 22.02.2008
WACHKOMA

Wach und doch bewusstlos

Steven Laureys
Mit raffinierten Gehirnaufnahmen können Neurologen heute das Wachkoma und seine Übergangsformen zuverlässiger diagnostizieren.
Dank der Fortschritte in der Unfall- und Intensivmedizin überleben immer mehr Menschen eine plötzliche schwere Hirnschädigung: große Kopfverletzungen durch Unfall – so genannte Schädel-Hirn-Traumata –, auch Hirnschäden zum Beispiel infolge Sauerstoffmangels bei Herzstillstand oder einem Fast-Ertrinken. Gelingt es den Ärzten, das Leben solcher Patienten zu retten, dann sinken diese zunächst für einige Zeit in ein so genanntes Koma, in einen Zustand tiefster Bewusstlosigkeit. Sie öffnen dann nicht die Augen und bewegen Arme oder Beine allenfalls reflexhaft.

Selten dauert dieses Koma länger als zwei bis fünf Wochen. Falls die Patienten wieder zu Bewusstsein kommen, geschieht das in der Regel schon in den ersten Tagen. Viele Betroffene sterben. Manche aber erwachen zwar aus dem Koma, doch sie bleiben dabei bewusstlos: Sie geraten in einen so genannten vegetativen Zustand, auch als Wachkoma bezeichnet. (Bei Medizinern ist auch noch der Ausdruck apallisches Syndrom gebräuchlich. Als generelle Beschreibung des Zustands dieser Patienten lehnt der Autor dieses Artikels das aber ab; die Redaktion).

Patienten im Wachkoma wirken selbst auf Mediziner und Neurologen immer wieder hochgradig irritierend. Diese Menschen durchleben...
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» Spektrum der Wissenschaft, März 2008
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