Mit raffinierten Gehirnaufnahmen können Neurologen heute das Wachkoma
und seine Übergangsformen zuverlässiger diagnostizieren.
Dank der Fortschritte in der Unfall-
und Intensivmedizin überleben
immer mehr Menschen
eine plötzliche schwere Hirnschädigung:
große Kopfverletzungen durch
Unfall – so genannte Schädel-Hirn-Traumata
–, auch Hirnschäden zum Beispiel infolge
Sauerstoffmangels bei Herzstillstand
oder einem Fast-Ertrinken. Gelingt es den
Ärzten, das Leben solcher Patienten zu retten,
dann sinken diese zunächst für einige
Zeit in ein so genanntes Koma, in einen Zustand
tiefster Bewusstlosigkeit. Sie öffnen
dann nicht die Augen und bewegen Arme
oder Beine allenfalls reflexhaft.
Selten dauert dieses Koma länger als zwei
bis fünf Wochen. Falls die Patienten wieder
zu Bewusstsein kommen, geschieht das in der
Regel schon in den ersten Tagen. Viele Betroffene
sterben. Manche aber erwachen zwar
aus dem Koma, doch sie bleiben dabei bewusstlos:
Sie geraten in einen so genannten
vegetativen Zustand, auch als Wachkoma bezeichnet.
(Bei Medizinern ist auch noch der
Ausdruck apallisches Syndrom gebräuchlich.
Als generelle Beschreibung des Zustands dieser
Patienten lehnt der Autor dieses Artikels
das aber ab; die
Redaktion).
Patienten im Wachkoma wirken selbst
auf Mediziner und Neurologen immer wieder
hochgradig irritierend. Diese Menschen
durchleben...