Gesundheit
Das unterschätzte Sonnenvitamin
Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Vitamin D viel mehr kann als nur die Knochen stärken – und dass viele von uns zu wenig davon im Blut haben. Ist Vitamin-D-Mangel mit schuld an schweren Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Muskelschwund?
Die Rachitis hatte im 18. und 19. Jahrhundert in Europa stark zugenommen, als im Zuge der Industrialisierung immer mehr Menschen in Großstädte mit hoher Luftverschmutzung zogen. Ein Warschauer Arzt bemerkte damals, dass Kinder auf dem Land vergleichsweise selten betroff en waren. Wie er bei Versuchen mit Stadtkindern feststellte, ließ sich Rachitis oft allein mit Sonnenlicht heilen.
Im Jahr 1824 entdeckten deutsche Wissenschaftler auch ein Nahrungsmittel, das hervorragend gegen die Krankheit wirkte: Lebertran. Doch sollte noch fast ein Jahrhundert vergehen, bis


John H. White leitet eine Arbeitsgruppe in der Abteilung Physiologie der McGill University in Montreal (Kanada). Luz E. Tavera-Mendoza hat bei ihm promoviert und arbeitet inzwischen als Postdoc an der Harvard Medical School in
Boston (Massachusetts). Da beide bei ihren Forschungsarbeiten hautnah miterlebten, wie Vitamin D die Gesundheit schützt, führen sie es sich in der dunklen Jahreszeit, wenn die Sonne zu schwach ist, um genügend davon in der Haut zu produzieren, mit Nahrungsergänzungsmitteln zu. White nimmt täglich 4000, Tavera-Mendoza 1000 Internationale Einheiten D3.
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1. Qualität der Artikels ist mehr als zweifelhaft
25.06.2008, Stefanie Hofmann2. Vitamin-D-Mangel weit verbreitet
02.07.2008, Hans-Jürgen Gregersen, Kosweg 2, 24983 HandewittAngeregt durch Ihren Artikel, kümmere ich mich jetzt um breitere Aufklärung mit Erstellung von praktikablen Lebensmittellisten. Die Sonneneinstrahlung ist problematisch, da die Angst vor dem schwarzem Hautkrebs, dem Melanom, weit verbreitet ist. Andererseits ist alles dosisabhängig.
Es gibt Firmen, die spezielle Lichtspektren in Leuchtstoffröhren erzeugen und das Sonnenlicht imitieren. Aber können diese auch die Vitamin-D-Bildung ausreichend anregen? Da ich selbst den größten Teil des Tages, rund 10 - 12 Stunden, in geschlossenen Räumen verbringen muss, wäre ich sehr an einer Klärung dieser Frage interessiert. Ich möchte gerne die ganze Pleiotropie dieses Stoffes ausnutzen.
Mit besten Grüßen als treuer Leser seit 20 Jahren (mein erster Leserbrief!)
3. Sonnenvitamin und Demenz?
14.07.2008, Thomas Staudt, Aschaffenburg4. Kritische Stimmen
11.03.2009, Genten, Aachenhttp://www.g-o.de/dossier-detail-386-9.html
deutlich negative Effekte. Ich werde also wegen dieses eher zufällig entdeckten Artikels lieber kein künstliches Vitamin D nehmen.