Wissenschaft im Alltag
Scharfer Blick in den Körper
Der Röntgenfilm hat bald ausgedient, digitale Bildverarbeitung zieht in die Praxen der Radiologen ein.
Nach seiner Prognose werden analoge Systeme in den nächsten fünf Jahren weit gehend von der Bildfläche verschwinden. Beide Verfahren »durchleuchten« den Körper eines Patienten mit Röntgenstrahlen. Deren Energie wird von den verschiedenen Geweben je nach Dichte unterschiedlich stark absorbiert. Die Energieverteilung der aus dem Körper wieder austretenden Strahlen enthält deshalb Informationen über die Gewebestruktur. Um sie sichtbar zu machen, muss herkömmlicherweise ein Röntgenfi lm belichtet und entwickelt werden.
Digitales Röntgen kommt ohne Film aus, damit auch ohne Chemikalien. Ihn ersetzen beispielsweise Kunststoff folien mit einer Beschichtung aus Phosphor oder bestimmten Halbleitern. Bei der Bestrahlung werden


Stefanie Reinberger ist promovierte Biologin und Wissenschaftsjournalistin in Heidelberg, Mark Fischetti Redakteur bei »Scientific American«.
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1. Aua!
23.06.2008, Werner Schmidt, Aachen2. Was ist analoge Fotografie?
20.07.2008, H.W. Krüger, Buchholz i.d.NAuch in dem Beitrag über digitales Röntgen geschieht dieses. Ich bin jedoch der Meinung, dass hierbei ein falscher Gegensatz konstruiert wird und die Bezeichnung analoge Fotografie bzw. analoge Röntgentechnik in diesem Zusammenhang schlicht falsch ist. Auch bei der digitalen Fotografie entsteht im Bildsensor zunächst ein analoges Abbild der Helligkeitsverteilung in Form unterschiedlicher elektrischer Ladungen entsprechend der jeweiligen Helligkeit der einzelnen Bildpunkte. Erst beim Auslesen der Bildinformation wird das der Helligkeit entsprechende Signal des Bildsensors durch einen elektronischen Analog-Digitalwandler digitalisiert und in digitaler Form weiterverarbeitet und gespeichert. Es ist durchaus möglich, auf den Analog-Digitalwandler zu verzichten und das elektrische Bildsignal in analoger Form zu speichern. Dieses geschieht z.B. beim VHS- Videosystem (und auch bei anderen älteren Videoaufnahmeverfahren).
Was als digitale Fotografie bezeichnet wird ist demnach die Fotografie mit elektronischem Bildsensor und digitaler Bildspeicherung. Das Pendant, die analoge Fotografie, wäre dann die Fotografie mit elektronischem Bildsensor und analoger Bildspeicherung.
Die klassische Fotografie dagegen hat mit all dem gar nichts zu tun. Hier ist der Bildsensor gleichzeitig auch der Bildspeicher und arbeitet nach chemischen Verfahren. Man könnte die klassische Fotografie somit als chemische Fotografie bezeichnen, als Pendant zur elektronischen Fotografie. Bei Letzterer müsste man dann noch unterscheiden zwischen solcher mit digitaler oder analoger Bildverarbeitung und Speicherung.