Meines Erachtens fehlt in allen Artikeln, die sich mit Themen wie Multiuniversen beschäftigen, der Hinweis, dass es sich hier um pure Metaphysik handelt. So können auch die Autoren dieses Artikels kein Experiment anbieten, das die These des "lokalen beobachtbaren Universums in einer Flut von Multiuniversen" falsifizieren kann, da dies ja auch prinzipiell nicht möglich ist. Wie soll man denn auch etwas falsifizieren, was sich schon definitionsgemäß jeglicher Beobachtung entzieht.
Ich bin zwar selbst kein Erkenntnistheoretiker, aber ich dachte doch, dass gerade in der Beschränkung auf messbare Größen und der Forderung, dass wissenschaftliche Thesen falsifizierbare Konsequenzen haben sollten, eine der Grundlagen der erfolgreichen modernen Naturwissenschaft liegt. Wenn man dies hier anwendet, so bleibt von allen Multiuniversumstheorien nicht mehr übrig als ein netter metaphysischer Überbau für die bekannten Naturgesetze, der aber auch nicht wirklich zufriedenstellt.
Wenn man auf der einen Seite sehr engagiert gegen alle Versuche weltanschaulicher Gruppen kämpft, die Naturwissenschaften zu vereinahmen (Stichwort Intelligent Design), dann sollte man auch kritisch gegenüber Artikeln bleiben, die zu viel spekulativen Überbau als harte Naturwissenschaft verkaufen.
Ich persönlich halte es in solchen Fragen nach den letzten Ursachen des Universums mit dem Philosophen Witgenstein: "Die Lösung des Rätsels des Lebens in Raum und Zeit liegt außerhalb von Raum und Zeit."
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