Mit dem Titelthema "Evolution – Gruppe oder Individuum" steigen wir ins Darwin-Jahr 2009 ein. Und berichten in der Januarausgabe darüber, wie eine in Misskredit geratene Vorstellung – die Idee der Gruppenselektion – in neuer Form wieder zu Ehren kommt. Denn einige Lebensformen lassen sich anders nicht erklären. Und auch die menschliche Evolution wurde von Selektionsvorgängen auf Gruppenebene beeinflusst.
Außerdem im Heft: die DVD "Urknall im Tunnel" (eine spannende einstündige Filmdokumentation über den Großbeschleuniger LHC), der "Philosoph mit (Faible fürs) Hirn" Michael Pauen, die faszinierende Frage nach einer "Erweiterung des genetischen Kodes" und schließlich auch die neue Rubrik "Erde 3.0". Beginnend mit den "Ökostädten der Zukunft" werden wir hier über Ansätze zu einer Versöhnung zwischen Ökonomie und Ökologie berichten.
Die präzise Vermessung der kosmischen Hintergrundstrahlung eröffnet
Forschern neue Wege, um zwischen endlichen und unendlichen
Modellen
des Kosmos zu unterscheiden. Wie Frank Steiner und sein Team von der
Universität Ulm zeigen konnten, ist derzeit auch ein endliches Universum
von der Form eines Torus mit den Beobachtungsdaten verträglich.
Eine in Misskredit geratene Vorstellung – die Idee der Gruppenselektion – kommt in neuer Form wieder zu Ehren. Einige Lebensformen lassen sich anders nicht erklären. Auch die menschliche Evolution wurde sicherlich von Selektionsvorgängen auf Gruppenebene beeinflusst.
Alles Leben basiert auf nur 20 Standard-Aminosäuren als Bausteinen der Eiweißmoleküle. Diese Auswahl wollen Wissenschaftler künstlich stark erweitern.
Sie betreiben dazu eine Art Kode-Evolution im Labor – und erhoffen sich davon
einen enormen Fortschritt für Biotechnologie und Medizin.
Lässt die moderne Hirnforschung von Begriffen wie Bewusstsein, Ich, Autonomie und Handlungsfreiheit am Ende nichts mehr übrig? Michael Pauen warnt vor einem "naturalistischen Missverständnis".
Die Geheimnisse der Zahlentheorie
sind verwoben mit nahezu jeder
anderen mathematischen Disziplin.
Manche von ihnen hofft man mit
Hilfe der Theorie spezieller Kurven
zu lüften. Doch dazu muss man erst
die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer beweisen, die – obwohl
recht jung – bereits zu den sieben
Millenniumsproblemen gehört.
"Spektrum der Wissenschaft" sprach mit dem neuen Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) Hans-Joachim Gehrke über neue Trends in den Altertumswissenschaften und das Verhältnis von Alter Geschichte und Archäologie.
"Spektrum" hat eine neue Rubrik: In "Erde 3.0" berichten wir nun alle zwei bis drei Monate über neue Ansätze, die Ökonomie und Ökologie versöhnen. Welche Technologien sind verfügbar, welche Konzepte bietet die Wissenschaft, wie wir unser Wirtschaften nachhaltig gestalten können?
Der Fokus des ersten Beitrags liegt auf Städtebauern in den USA, China und Abu Dhabi. Sie wollen die Umweltkosten des urbanen Lebens senken oder gar vollständig vermeiden. Jedes Land hat sein eigenes Modell, um seine individuellen Rahmenbedingungen optimal auszunutzen.
Es war nie so einfach wie heute, Fotos zu fälschen, und nie so schwer, die Fälschungen aufzudecken. Moderne Computerprogramme
machen es Betrügern leicht – aber sie eröffnen auch neue Möglichkeiten, manipulierte Bilder als solche zu erkennen.
Die molekulare Archäologie hat sich in den vergangenen
zehn Jahren zu einem Zugpferd der Altertumswissenschaft
entwickelt. Stehen die großen
Rätsel der Geschichtsforschung davor, mit Hilfe des
DNA-Schlüssels geknackt zu werden?