szmtag
Spektrum der Wissenschaft spektrumdirekt Sterne und Weltraum Gehirn&Geist epoc SciLogs WIS wissenschaft-online naturejobs
 
Magazin | 21.11.2008
SERIE MATHEMATIK (TEIL III)

Goldbach und die Zwillinge

Wolfgang Blum
Primzahlen sind die geheimnisvollen Grundbausteine der Mathematik. So weiß bis heute niemand, ob sich jede ganze Zahl als Summe zweier Primzahlen schreiben lässt und wie viele Zwillinge unter ihnen zu finden sind.
Einfach klingende Fragen können sich in der Mathematik als äußerst vertrackt herausstellen. Die besten Beispiele stammen aus der Forschung über Primzahlen, jene natürlichen Zahlen, die sich nur durch 1 und sich selbst ohne Rest teilen lassen: 2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 29 … Für Don Zagier vom Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn "gehören sie trotz ihrer einfachen Definition zu den willkürlichsten, widerspenstigsten Objekten, die der Mathematiker studiert. Sie wachsen wie Unkraut unter den natürlichen Zahlen, scheinen keinem anderen Gesetz als dem Zufall unterworfen". Zugleich zeigten sie aber "die ungeheuerlichste Regelmäßigkeit auf und sind durchaus Gesetzen unterworfen, denen sie mit fast peinlicher Genauigkeit gehorchen". Im Jahr 1742 schrieb der deutsche Gelehrte Christian Goldbach (1690-1746) an seinen Freund, den berühmten Mathematiker Leonhard Euler (1707-1783), er vermute, jede ganze Zahl größer als 5 lasse sich als Summe von drei Primzahlen schreiben. Euler formulierte in seiner Antwort an Goldbach dessen Aussage in eine gleichwertige Behauptung um: "Jede gerade Zahl ≥ 4 ist die Summe zweier Primzahlen." Beispiele: 8=5+3, 22=11+11 und 100=53+47. An einem Beweis scheiterte Euler genauso wie alle seine Nachfolger in den nächsten 266 Jahren. Bis heute haben sich die Mathematiker zwar an die Vermutung herangepirscht, an einem vollständigen Beweis bissen sich indes auch die größten Meister die Zähne aus.
zum Thema
PDF Sie können den Artikel als PDF-Datei abrufen (aus lizenzrechtlichen Gründen fehlen evtl. Abbildungen):
Artikel in der Datei:
Goldbach und die Zwillinge

Datei abrufen
Der vollständige Artikel ist erschienen in
» Spektrum der Wissenschaft, Dezember 2008
LESERBRIEFE

Leserbrief schreiben

zu 'Goldbach und die Zwillinge'
nicht artikelbezogen

wird nicht angezeigt
E-Mail-Adresse darf angezeigt werden
Beitrag darf veröffentlicht werden
Folgende Zahl bitte eingeben.
Anzeige
 

Der Artikel "Goldbach und die Zwillinge" ist erschienen in Spektrum der Wissenschaft Dezember 2008

Anzeige
 
Anzeige
 
Lesershop
Begleiten Sie in diesem interaktiven Lernspiel den kleinen Außerirdischen Sparky in einem Raumschiff quer durch unser Sonnensystem. »
Appetit: Wenn die Steuerung versagt • Globalisierung: Warum die Welt verfettet • Lebensmittel: Was uns wirklich gesund hält • Unterernährung: Hunger und Not • … »
 
Abonnement
Spektrum Dossier bündelt Artikel, die bereits in dem Magazin Spektrum der Wissenschaft erschienen sind, zu einem bestimmten Thema. Verpassen Sie keine Ausgabe und sparen Sie gegenüber dem Einzelkauf. »
 
Science-Shop
Josef Honerkamp
Die wichtigsten physikalische Phänomene, Begriffe und Prinzipien werden anhand ihrer Entdeckungsgeschichte erklärt »
 

Science Jobs der Woche


Mehr Jobs von naturejobs.com und Spektrum der Wissenschaft finden sie hier.
 

Spektrum finden Sie auch hier



 

DenkMal

Welches blutrünstige Wesen kann man heute ausgestopft in Chicago bestaunen?
Menschenfresser von Tsavo
Teufel von Jersey
Ziegensauger von Puerto Rico
Bestie von Gévaudan
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
Impressum - AGB
Internationale Ausgaben:
Brasilien | Frankreich | Italien | Spanien | USA | mehr...
Linkpartner