"Vielleicht gleicht die Raumzeit eher einem Auflauf als einer raffinierten Hochzeitstorte", schreiben die Autoren von "Der fraktale Quantenkosmos" in der Februarausgabe. Sie beschreiben die Quantenraumzeit als Struktur aus mikroskopischen Bausteinen, die – einfachen physikalischen Regeln folgend – sich von selbst zusammensetzen. Haben die Forscher eine Alternative zum Raumzeitmodell der Stringtheorie entdeckt, die mit wesentlich exotischeren Voraussetzungen arbeitet?
Außerdem im Heft: Wir berichten, wie sich Elektronen mittels Attosekundenblitzen in Echtzeit beobachten lassen, räumen "Missverständnisse um Darwin" aus und stellen die "Apokalypse im Rheintal" vor. Als nämlich vor 12 900 Jahren ein Eifelvulkan ausbrach, stauten Glutlawinen den Rhein nahe Koblenz zu einem riesigen See – bis die Dämme schließlich brachen und eine zehn Meter hohe Flutwelle durch das Flusstal schoss.
Weitere unserer Themen sind die Zukunft der Nanotechnologie im Auto, ein Interview mit BASF-Vorstand und -Forschungssprecher Andreas Kreimeyer und "Die ABC-Vermutung", eine vermeintlich einfache mathematische Aussage mit größter Tragweite. Viel Spaß beim Lesen.
Seit Jahrzehnten bemühen sich Physiker, Quantenmechanik
und Gravitation
unter einen theoretischen Hut zu bringen.
Ein neuer Ansatz zeigt, wie sich die Bausteine von Raum und
Zeit als selbstähnliches Fraktal zusammenfügen.
Attosekundenphysiker erobern den Mikrokosmos: Mittels ultrakurzer
Laser- und Röntgenpulse verfolgen sie die Bewegung einzelner
Elektronen
nun in Echtzeit. Weitere Fortschritte könnten eine Geschwindigkeitsrevolution
in der Computertechnik auslösen.
Ob ein Planet um die Sonne oder die Sonne um den Planeten läuft, ist Ansichtssache, solange man Kräfte
aus dem Spiel lässt. Unter dieser Voraussetzung kann man mit Nikolaus Kopernikus die Sonne als ruhend
ansehen – oder ebenso gut mit Tycho Brahe die Erde.
Darwins Buch zur Entstehung der Arten, in dem er seine Evolutionstheorie darlegt, gilt als das bedeutendste naturwissenschaftliche Werk der Neuzeit. Einige seiner Thesen sind noch heute umstritten, und manche werden außerhalb der Wissenschaft oft falsch verstanden. Was aber hat Darwin wirklich gesagt?
Allein an seiner Größe gemessen erscheint
unser Kehlkopf wenig beeindruckend, in
einem klassischen Orchester rangierte
er auf einer Stufe mit der Pikkoloflöte. Wie also gelingt es Solisten, gegen Streicher
und Bläser zu bestehen – und obendrein eine
enorme Bandbreite von Lauten hervorzubringen?
Um zu verstehen, wie Menschen Laute mit einem sinnvollen Inhalt verknüpfen, sollten wir erforschen, wie das Gehirn Musik verarbeitet. Seit Kurzem untersuchen Wissenschaftler
deshalb, ob Musik und Sprache
nicht ähnliche, vielleicht sogar überlappende
Prozesse in unserem Gehirn auslösen.
Die Eigenschaften dreier natürlicher Zahlen namens A, B und C,
die durch die schlichte Gleichung A + B = C verbunden sind, unterliegen
tief liegenden strukturellen Gesetzmäßigkeiten, die erst allmählich
und in Umrissen sichtbar werden.
Vor 12 900 Jahren ereignete sich in der Eifel bei
Koblenz eine gewaltige Vulkaneruption. Glutlawinen
stauten den Rhein zu einem riesigen
See auf, der vermutlich bis nach Mannheim
reichte. Als der Damm brach, schoss eine über
zehn Meter hohe Flutwelle durch das Rheintal.
Ähnliches könnte sich eines Tages wiederholen.
Manche ihrer Vorhaben klingen nach Sciencefiction. Doch längst haben Nanowissenschaftler
anwendungstaugliche Neuerungen hervorgebracht, die sich in vielen Alltagsgegenständen
wiederfinden. Insbesondere die Automobilindustrie setzt auf eine
breite Palette an Nanoprodukten – und hat noch viele Pläne in der Schublade.
Gut 1250 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen
forschen bei der BASF allein am Standort Ludwigshafen. Lässt
sich bei einer solchen kaum überschaubaren Zahl noch von
Teamarbeit sprechen? Für Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des
Vorstands und Forschungssprecher, ist das vor allem eine
Frage der Organisation und Motivation.
Wann ist Mittag? Wie verändert sich der Lauf der Sonne im Rhythmus eines Jahres?
Was ist die astronomische Ursache der Jahreszeiten? Warum geht der Mond
mal im Nordosten, mal im Südosten auf? Antworten auf solche Fragen liefert das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward
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