Quantengravitation
Wie sind Raum und Zeit entstanden?
Wie haben sie die glatte
vierdimensionale Leere gebildet,
die unserer physikalischen
Welt als Bühne dient? Wie sehen sie im allerkleinsten
Maßstab aus? Solche Fragen streifen
die äußersten Grenzen der modernen Wissenschaft
und treiben die Suche nach einer Theorie
der Quantengravitation voran; sie wäre die
lang ersehnte Vereinigung von Einsteins allgemeiner
Relativitätstheorie mit der Quantenphysik.
Die Relativitätstheorie beschreibt, wie
die Raumzeit im Großen unzählige
verschiedene
Formen anzunehmen vermag und das
hervorruft, was wir als Schwerkraft wahrnehmen.
Hingegen beschreibt die Quantentheorie
die physikalischen Gesetze im atomaren
und subatomaren Maßstab, wobei sie Gravitationseffekte
völlig ignoriert. Eine Theorie
der Quantengravitation
soll das Wesen der
Raumzeit in den kleinsten Größenordnungen
– die Lücken zwischen den kleinsten
bekannten
Elementarteilchen – durch Quantengesetze
beschreiben und womöglich durch
gewisse fundamentale Bausteine erklären.
Oft wird die Superstringtheorie als aussichtsreichster
Kandidat für diese Rolle angeführt,
aber sie hat noch keine der drängenden
Fragen zu beantworten vermocht. Vielmehr
enthüllt sie aus ihrer inneren Logik heraus
noch komplexere Schichten voll neuer, exotischer
Zutaten und Beziehungen, die zu einer
verwirrenden Vielfalt möglicher Resultate
führen.
Seit einigen Jahren entwickelt unser Team
eine viel versprechende Alternative zu dieser
dicht befahrenen Autobahn der theoretischen
Physik. Wir folgen einem fast peinlich simplen
Rezept: Man nehme ein paar einfache
Zutaten, füge sie nach wohl bekannten Quantenregeln
zusammen – nichts Exotisches –,
rühre gut um, lasse den Teig ruhen, und fertig
ist die Quantenraumzeit ...