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Der Einsatz von Wissenschaft und Technik im Dienst der Gesellschaft hat erhebliche ethische und politische Implikationen – und sie sind ebenso bedeutsam wie der Akt ihrer Entwicklung selbst. Antivirale Medikamente wollen nicht nur entwickelt sein, sondern müssen auch zu Patienten in Afrika und anderswo gelangen. Die Technik zur Lösung von Energie- und Umweltproblemen muss nicht nur existieren, es muss auch Menschen geben, die ihr zum Durchbruch verhelfen.

Wer hier Zeichen setzen will, muss über "Visionen und Tatkraft verfügen, die über reine technische Exzellenz weit hinausgehen", so schreibt die Redaktion des Spektrum-Mutterblatts Scientific American (SciAm) in dessen Juni-Ausgabe. Und stellt die "Scientific American 10" vor – jene Forscher und Manager, die sich im vergangenen Jahr durch "außerordentliche Weitsicht und Durchsetzungskraft" hervorgetan haben.

Brutkästen, Elektroautos und ethische Wege zu embryonalen Stammzellen

Diese Zehn haben den SciAm-Kollegen zufolge Eigenschaften gezeigt, die über effektives Management und gute Öffentlichkeitsarbeit hinausgehen. Und sie haben durch Kreativität beim Überwinden institutioneller und bürokratischer Hürden ihre Projekte zum Erfolg geführt. Einer der Zehn konstruierte aus Autoteilen einen Brutkasten für Neugeborene, für dessen Reparatur sich auch in abgelegeneren Weltregionen das nötige Material finden lässt.

Ein anderer forciert ein Geschäftsmodell zum Austausch entladener Batterien von Elektroautos, das viele Hindernisse auf dem Weg zur Elektromobilität aus dem Weg räumen könnte. Und auch das erste praktikable Verfahren, Hautzellen in ein Äquivalent zu embryonalen Stammzellen zu verwandeln, wurde im vergangenen Jahr vorgestellt.