Wie man winzige Röhren aus dünnen Schichten, die
sich selbst aufrollen, dazu bringen kann, ohne
mitgeführten Treibstoff durchs Wasser zu sausen
Der Traum von winzigen U-Booten,
die durch unsere Adern fahren, begeistert
spätestens seit den Filmen "Die
phantastische Reise" (1966) und "Die
Reise ins Ich" (1987) Liebhaber der Sciencefiction.
Doch mit dem Thema beschäftigt
sich auch eine wachsende Schar
von Wissenschaftlern weltweit; auch sie
fasziniert die Vision, durch winzige Maschinen
gezielt Medikamente im menschlichen
Körper verteilen zu können oder
Krankheitserreger zu bekämpfen. Die
Natur
verfügt bereits über solche Nanomaschinen.
Sie heißen Viren oder Bakterien
und können sich hervorragend
durch Wasser bewegen. Aber wie realistisch
sind künstliche Minifahrzeuge, die
durch Flüssigkeiten schwimmen und
sich gar steuern lassen?
Große Schiffe werden am Reißbrett
konstruiert, im Dock gefertigt und dann
zu Wasser gelassen. Auf die Mikro- oder
Nanowelt lässt sich diese Vorgehensweise
jedoch nicht einfach übertragen; denn
dort gibt es kaum Werkzeuge, mit denen
man schweißen, fräsen, drehen oder
hämmern könnte. Deshalb gilt es, die
ureigensten Mechanismen im Mikround
Nanokosmos zu nutzen, um dreidimensionale
Architekturen mit komplexer
Funktion zu schaffen.
Die Herstellung eines winzigen Zylinders
mag das verdeutlichen. Eine elegante
Möglichkeit besteht darin...