50 Jahre "Sterne und Weltraum"

Liebe Leserin, lieber Leser,

"Sterne und Weltraum" wird 50! Anlässlich unseres Geburtstags schenken wir Ihnen etwas: Zusammen mit der Jubiläumsausgabe erhalten Sie einen Nachdruck der 24-seitigen Erstausgabe von "SuW", die im April 1962 erschien. Zwischen beiden Heften liegt ein halbes Jahrhundert, in dem die astronomische Forschung und die Beobachtungstechnik enorme Fortschritte gemacht haben.

Die fünf Meilensteine der Astronomie in unserer Titelbild-Collage stehen stellvertretend für einige revolutionäre Umbrüche in den letzten 50 Jahren. Für mich besonders beeindruckend: der Fortschritt in der digitalen Technik. Vergleichen Sie mal das Titelbild unserer Erstausgabe mit dem Galaxienfoto auf dem Titel unseres Jubiläumshefts (das sie auch als Hintergrundbild auf dieser Seite finden)! Beide Aufnahmen zeigen die Spiralgalaxie Messier 81 im Sternbild Großer Bär. Die 1962 gedruckte Schwarz-Weiß-Aufnahme wurde mit dem damals größten Fernrohr der Welt, dem 5-Meter-Spiegelteleskop auf dem Mount Palomar, auf eine Fotoplatte belichtet – das 50 Jahre später gewonnene Farbbild hingegen mit einem 9-Zoll-Refraktor, also einem Linsenteleskop mit 23 Zentimeter Öffnung, mit einer elektronischen CCD-Kamera. Welch ein Unterschied!

Mit dem Fortschritt der Technik und der Eroberung neuer Wellenlängenbereiche durch Weltraumteleskope ging die Entdeckung völlig neuer Himmelsobjekte einher: Pulsare, Quasare, Röntgenquellen, die kosmische Hintergrundstrahlung, Gammablitze – das sind nur einige der Begriffe, die vor 50 Jahren noch unbekannt waren. Unser Autor Dietrich Lemke blickt auf diesen gewaltigen Erkenntniszuwachs zurück (S. 38). Sein Kollege Christoph Leinert schreibt ab jetzt jeden Monat eine kleine Kolumne »Vor 50 Jahren«, in der er Meldungen in früheren Heften aus heutiger Sicht bewertet (S. 11). Und während die Macher von SuW in diesem Heft auf ereignisreiche Zeiten zurückblicken (S. 32 und 36), dürfen Sie sich auf attraktive Preise in unserem Jubiläums-Gewinnspiel freuen (S. 34)!

Herzlichst grüßt Ihr

Uwe Reichert