Wie wir besser leben - Gehirn und Geist Dossier 1/2012

Psychologie im Alltag
Stellen wir uns einen Zeitreisenden aus den 1960er Jahren vor, der in unserer Gegenwart landet. Wie merkwürdig muss ihm das Leben im 21. Jahrhundert erscheinen! Erwachsene und Kinder sprechen an jeder Straßenecke in winzige Geräte, sie pflegen Freundschaften am Computer, und manche bauen sogar eine emotionale Beziehung zu einem scheibenförmigen Staubsauger auf. Damit sich die Menschen in ihrer technisierten Umwelt wohl und sicher fühlen, lassen sich Produktdesigner einiges einfallen. Wir glauben, das Leben fest im Griff zu haben. Doch was bestimmt tatsächlich unsere Entscheidungen und Vorlieben? Was verraten sie über uns selbst? Und wie lassen wir uns von unserer Umwelt beeinflussen?
Das G&G-Dossier "Wie wir besser leben" präsentiert die spannendsten Beiträge aus "Gehirn&Geist" zum Thema und nimmt den Alltag unter die psychologische Lupe.
(13. Januar 2012)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhalte dieser Ausgabe

Wie es uns gefällt

 
6
Auto, Sofa oder Telefon sind in erster Linie Gebrauchsgegenstände, aber das Auge kauft mit. Psychologen erforschen, was bei den Konsumenten ästhetisch am besten ankommt: runde oder eckige Formen, klassisches oder innovatives Design

Momente des Glücks

 
12
"Mein Haus, mein Boot, mein Auto"? Besser sollte es heißen: meine Weltreise, mein Rolling-Stones-Konzert, mein Bungeesprung! Denn besondere emotionale Erlebnisse machen glücklicher als materieller Besitz

Der gefühlte Preis

 
17
In Wirtschaftsfragen folgen wir eher unserem Gefühl, sagen Psychologen. Unsinn, kontern Ökonomen. Die Ratio ist und bleibt das Maß der Dinge. Ein aktueller Lagebericht vom Kampf um den Homo oeconomicus

Verbale Allzweckwaffe

 
24
Tratschen ist nicht bloß ein harmloser Zeitvertreib. Der Klatsch über abwesende Dritte kann sowohl dem Wohl der Gruppe dienen als auch dem eigenen Vorteil gegenüber Rivalen

Digitale Bande

 
30
Facebook und andere soziale Onlineportale sind für viele Menschen heute ein alltägliches Medium für den zwischenmenschlichen Austausch. Aber tun sie auch der Seele gut?

Generation Handy

 
36
Mobiltelefone stehen bei Jugendlichen hoch im Kurs, sei es als Musikspeicher, Kommunikationszentrale oder Statussymbol. Doch die drahtlosen Alleskönner werfen auch eine Reihe von Problemen auf

Mein Freund, der Roboter

 
42
Die Erforschung der Mensch-Maschine-Beziehung steckt noch in den Kinderschuhen. Psychologen untersuchen mit Hilfe eines interaktiven Spielzeugdinos, unter welchen Bedingungen wir technische Geräte regelrecht ins Herz schließen

Die Firma & ich

 
48
Wer auf seinen Arbeitgeber stolz ist, leistet mehr und fühlt sich weniger gestresst. Wann schwören wir einem Arbeitgeber Treue? Und inwiefern kann die starke emotionale Bindung auch schaden?

Träume der Ostkurve

 
54
Fußballprofi zu werden ist der Traum vieler kleiner und großer Jungs. Doch nur wenige schaffen es. Wenn sich junge Talente zu erfolgreichen Kickern entwickeln, spielt der Faktor Psyche eine wichtige Rolle

Hauptsache mehr!

 
60
Für viele Menschen besitzt die Aussicht auf Profit und Reichtum eine ungeheure Anziehungskraft. Allerdings macht Geld nicht zwangsläufig glücklicher. Dem Paradox liegt ein verbreiteter Irrtum zu Grunde: der Antizipationseffekt

Die Kraft der Natur

 
64
Wer im Grünen wohnt, lebt gesünder und länger. Ein Park in der Nachbarschaft senkt zum Beispiel das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck oder Depressionen. Selbst das Betrachten von Naturaufnahmen kann ein Gefühl innerer Ruhe vermitteln

Den inneren Schweinehund überwinden

 
70
Wer sportlich aktiv sein will, kommt mit guten Vorsätzen allein nicht weit. Um sie in die Tat umzusetzen, brauchen wir einen detaillierten Plan und eine optimistische Einstellung

Verräterische Vorlieben

 
76
Ein Faible für klassische Musik, ein Monet über dem Sofa oder ein Stapel Illustrierte auf dem Nachtschrank – sie alle geben Psychologen Anhaltspunkte, was für einen Menschen sie vor sich haben. In den kulturellen Präferenzen spiegelt sich unser Charakter

9/11 – Blitzlichterinnerungen

 
84
Tage wie der 11. September 2001 brennensich ins Gedächtnis ein. Doch auf diese Momentaufnahmen der Zeitgeschichte ist nicht immer Verlass

Alles im grünen Bereich

 
89
Jeder ist für Umweltschutz, aber nur wenige fahren mit der Bahn. Bloß eine Frage des Benzinpreises? Keineswegs. Psychologen erforschen die Gründe für ökologisches Verhalten

Für wen würden Sie stimmen?

 
94
Bei politischen Wahlen leiten uns rationale Überlegungen – so glauben wir jedenfalls. Dabei lassen wir uns bei unserer Entscheidung auch vom Erscheinungsbild der Politiker und dem Umfeld des Wahllokals leiten
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