Schlafen und Träumen - Gehirn und Geist Dossier 3/2012

Expedition ins Reich der Nacht

Wir alle führen eine Art Doppelleben: eines im Wachbewusstsein und eines im Schlaf. Im Durchschnitt liegen wir rund sieben bis acht Stunden pro Nacht in den Federn – mit 40 Jahren haben wir also schon mehr als 100 000 Stunden mit Schlafen verbracht. Doch was wissen Sie über diesen Teil Ihres Lebens?
Die spannendsten Erkenntnisse zu Schlaf und Traum versammelt dieses Dossier von "Gehirn und Geist". In der ersten Hälfte geht es vor allem um die großen Forschungsfragen, daneben erfahren Sie aber auch Wissenswertes über einige kuriose Phänomene.
(30. Oktober 2012)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

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Inhalte dieser Ausgabe

Gähn!

 
6
Fast alle Wirbeltiere gähnen mehrmals am Tag. Welchem Zweck dieses Verhalten dient, gibt Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf.

Das Schweigen der Neurone

 
10
Wenn wir schläfrig werden, schalten sich Teile des Gehirns schon ab – während wir eigentlich noch wach sind.

Nächtliches Solo

 
14
Beim Einschlafen kommt der rege Austausch zwischen verschiedenen Hirnarealen zum Stillstand. Das könnte der Grund dafür sein, dass wir allabendlich das Bewusstsein verlieren.

Ausgeschlafen?!

 
18
Langschläfer oder Frühaufsteher: Der Biorhythmus beeinflusst, wann wir am leistungsfähigsten sind.

Aus dem Takt

 
24
Viele Menschen arbeiten nachts. Der Schichtdienst verstellt ihre innere Uhr – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit.

Nachtschicht fürs Gedächtnis

 
28
Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus? Im Gegenteil: Ein traumreicher Schlummer verstärkt unser Gedächtnis für belastende Erlebnisse.

Dem Schrecken ein Ende

 
34
Schlafen kann helfen, schockierende Erlebnisse zu verarbeiten. Mit diesen Befunden widersprechen Neuropsychologen jetzt einer alten Lehrmeinung.

Zurück auf Los

 
38
Einer neuen Theorie zufolge lösen sich im Schlaf neuronale Verknüpfungen.

Kommentar: Die Schlummernummer

 
41
Ist es möglich, im Schlaf zu lernen?

Der Stoff, aus dem die Träume sind

 
42
Auf die uralte Frage nach dem Wesen der Träume suchen Forscher heute in der Neurobiologie nach neuen Antworten.

Pro und Kontra: Träumen neuronale Netze?

 
50
Trauminhalte sind nicht mehr als Epiphänomene des neuronalen Geschehens, sagen Jan Born und Ullrich Wagner.

Pro und Kontra: Bedeutsames Probehandeln

 
51
Marianne Leuzinger-Bohleber hält dagegen: Traumsymbole erklären sich aus der Konfliktgeschichte des Schlafenden.

Im Zwischenreich

 
52
Manche Menschen sind sich schon einmal des eigenen Träumens bewusst gewesen. Diese Fähigkeit lässt sich sogar trainieren.

Invasion der Träume

 
56
Halluzinationen lassen die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt verschwimmen.

Gut schlafen, besser essen

 
62
Unter Schlafstörungen leidet nicht nur das seelische Wohlbefinden. Chronischer Schlafmangel bringt auch den Energiehaushalt aus der Balance.

Um die Ruhe gebracht

 
68
Probleme beim Ein- und Durchschlafen lassen sich oft nicht auf körperliche oder psychische Erkrankungen zurückführen. Eine nächtliche Übererregung des Gehirns kann dann die Ursache sein.

Gewalt im Schlaf

 
72
Schlafwandler und Träumende können nachts ohne bewusste Absicht um sich schlagen oder gar Verbrechen begehen. Das sonderbare Phänomen gründet in neuronalen Besonderheiten.

Erzwungene Auszeiten

 
76
Patienten mit Narkolepsie nicken tagsüber immer wieder ein. Ihr Immunsystem zerstört bestimmte Neurone im Gehirn, die den Schlaf-wach-Rhythmus steuern.

Den Alb verjagen

 
82
Häufige Angstträume belasten vor allem Kinder, aber auch jeden 20. Erwachsenen. Dabei gibt es einfache und wirksame Gegenmittel.

Interview: "Schlaf kann man nicht bewusst herbeiführen"

 
88
Forscher vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit bieten ein Training gegen Schlaflosigkeit an. Der erste Schritt: Schlafentzug!

Besser schlafen – wie geht das?

 
90
Anleitung für eine erholsame Nachtruhe.

Gut ins Bett

 
91
Was tun, wenn das Kind Probleme mit dem Einschlafen hat? Ein Überblick über Therapieprogramme.