Archäologie II - Spektrum der Wissenschaft Dossier 4/2007

Der Untergang der Maya und andere Rätsel in neuem Licht

Es gibt so viele ungelöste große Fragen in der Archäologie: Warum ging die hohe Zeit der Maya gegen Ende des ersten Jahrtausends abrupt zu Ende? Wie entstanden in der Steinzeit die ersten Dörfer, wie kam die Landwirtschaft nach Europa?

Modernste Technik dient heute der Klärung dieser Fragen; von physikalischen Methoden zur Datierung der Proben bis zum genetischen Fingerabdruck. Das schwierigste Rätsel aber lautet: Wie sah der Alltag unserer Vorfahren aus?

Scherben und Knochenreste verraten uns einiges über das Leben unserer Vorfahren, wenn man sie nach allen Regeln heutiger archäologischer und archäometrischer Methoden zum Sprechen bringt.

(13. Juli 2007)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Inhalte dieser Ausgabe

Afrika – Wiege der Mathematik

 
6
Der versteinerte Knochen von Ishango beweist: Schon vor 20000 Jahren existierten Kenntnisse elementarer Arithmetik.

Wer schuf die ersten Kunstwerke?

 
12
Bis vor kurzem galt als sicher, dass der anatomisch moderne Mensch die ältesten bekannten figürlichen Darstellungen schnitzte. Doch die Belege dafür bröckeln.

Freundliche Übernahme

 
16
Als Bauern Mitteleuropa besiedelten, wichen die Jäger und Sammler wohl weitaus langsamer als bisher angenommen.

Neue Befunde zur Herkunft von Ötzi

 
22
Die Mumie des »Gletschermannes« gibt immer mehr Fakten zum Leben vor mehr als 5000 Jahren preis. Rätselhaft aber bleiben Ötzis Beruf und die Umstände seines Todes.

Çatal Hüyül – Stadt der Frauen?

 
32
Lebten die Bewohner der steinzeitlichen Großsiedlung in einer matriarchalischen Gesellschaft? Neue Grabungen stellen diese gängige Anschauung in Frage.

Das Omen von Ugarit

 
40
Eine Sonnenfinsternis verhieß dem Königreich der Bronzezeit Böses.

Farbenfrohe Antike

 
48
Nur unwillig verabschiedet sich die Fachwelt vom Bild der edlen, weiß-marmornen Antike. Die Wahrheit ist: Sie war knallbunt.

Kein Kollaps auf der Osterinsel?

 
56
Die Südseeinsel gilt als Metapher für die Folgen exzessiver Ausbeutung der Natur: Aller Ressourcen ledig, kollabierte die Gesellschaft der Rapanui. Was ist dran am Mythos?

150 Jahre Trockenheit

 
65
Waren langjährige Dürren der Grund für den Niedergang der Maya? Neue Indizien für die umstrittene These liefert das Meer.

Exodus im Computer

 
72
Computersimulationen helfen Archäologen, das rätselhafte Verschwinden vorgeschichtlicher Indianervölker zu verstehen.

Klimaarchiv im Wacholder

 
78
Um seine Grenzen zu sichern, expandierte das chinesische Kaiserreich nach Nordtibet. Doch immer wieder erzwangen anhaltende Dürren den Rückzug, wie hölzerne Grabeinbauten verraten.