100 Jahre allgemeine Relativitätstheorie

Vor einem Jahrhundert ordnete Albert Einstein mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie Raum und Zeit neu. Experimente belegten 1919 erstmals, dass er mit seiner vier Jahre zuvor veröffentlichten Theorie richtig lag. Der Physiker wurde über Nacht zu einem international gefeierten Star. Einsteins revolutionäre Wissenschaft fiel in eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, in der das Genie rasch zur Ikone wurde (und zum Feindbild nationalistischer Kreise).
Das neue physikalische Weltbild wurde seither vielen zunehmend ausgeklügelten Tests unterzogen, die es allesamt bestand. Dennoch bleibt die allgemeine Relativitätstheorie auf dem Prüfstand. Astronomen untersuchen ihre extremsten Folgen immer eingehender und wollen demnächst sogar Schwarze Löcher sowie Gravitationswellen direkt beobachten. Ähnlich hartnäckig wird vielleicht nur noch die Quantenmechanik überprüft. Auch diese der Intuition widersprechende Theorie, mit deren Implikationen Einstein zeitlebens auf Kriegsfuß stand, ist trotz aller Versuche unwiderlegt. Heute suchen Physiker, woran schon das Jahrhundertgenie scheiterte: Eine Beschreibung der Welt, die alle Kräfte und Größenskalen umfasst – eine "Theorie von Allem".
Die Relativitätstheorie erstaunt und bewegt die Menschen, heute wie vor 100 Jahren. In diesem Heft erfahren Sie die Hintergründe – und warum Einsteins Gedankengebäude in absehbarer Zeit nichts von seinem Reiz verlieren wird.
(27. November 2015)

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

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